Archiv für den Monat September 2014

The Night Terrors und die gigantische Orgel

Im Rathaus von Melbourne steht die größte Orgel in der südlichen Hemisphäre, fast 10 Meter hoch und mit 147 Registern und 9568 Pfeifen ausgestattet. Die Horror-Soundtrack-Prog-Elektroniker The Night Terrors sind von der Stadt Melbourne beauftragt worden, ein Album mit der gigantischen Orgel aufzunehmen.

„Pavor Nocturnus – Composition for Grand Organ, theremin, electronics and percussion” heißt das Epos und wird an Halloween 2014 veröffentlicht. Als Vorgeschmack gibt es schon einmal ein Video. Das Theremin, ein Standard-Instrument im Night-Terrors-Sound, im Zusammenspiel mit der Orgel, klingt einfach schaurig gut. Dr. Phibes hätte seine helle Freunde daran.

Das neue Album kommt etwas überaschend, da die Band erst im Februar 2014 ein supertolles Album veröffentlicht hat. Wer von der Band noch nichts gehört hat, der kann sich mit diesem Album schon einmal auf Halloween einstimmen.

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Kurzfilm: Similo

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2065. The entire planet is hit by the effects of climate change. One of the few places that remain habitable is Antarctica, where corporations have built private cities. Hebe and Ciro get back together again. She is looking for love. He is searching for his own identity.

Das Film-Duo Bruno Zacarias und Miguel de Olaso, alias Zac&Mac, produziert schon seit einiger Zeit wunderbare Kurzfilme, bei denen es sich meist um eine Art intimes Beziehungsdrama handelt. Mal distanziert wie in 18 Seconds, mal verstörend wie in Uyuni.

Im neuen Werk, Similo, steht ein Paar im Mittelpunkt, das nach einem Unfall versucht, wieder emotionale Nähe aufzubauen. Eingebettet ist die Handlung in eine Science-Fiction-Welt aus hellen, sauberen Wohn- und Arbeitskomplexen und karger, unwirtlicher Landschaft. Magisch schön gefilmt und anzusehen, entwickelt der langsam und voller Melancholie erzählte Film eine fesselnde Wirkung bis zum bittersüßen Finale.

Auf der Webseite der Filmemacher, blackmilk.eu, finden sich einige Infos über die Produktion und die Konzeptgestaltung des Films.

Doku: Slow Southern Steel (2011)

Slow Southern Steel is a film about heavy music in the modern American South, as told by the very people who have created this music during the last two decades. Shot in back alleys, parking lots, and the seedy green rooms of the dirtiest clubs that the Bible Belt failed to snuff out, these diehard musicians discuss their love of music and the south, as well as the difficulties, contradictions, and insanity that haunt every southern artist.

There are no illusions here, no apologies, no distractions – only the straight truth as told by those who would know the difference. Narrated by the notorious Dixie Dave Collins (Weedeater, Buzzov-en, Bongzilla), Slow Southern Steel is an authentic and honest and thorough look at one of the most remarkable music communities ever spawned on the continent.

Die Dokumentation Slow Southern Steel beschäftigt sich mit dem Doom, Stoner, Sludge und anderer Metal-Musik des amerikanischen Südens. Im Film kommen etliche Szenegrößen zu Wort und es wird eine große Bandbreite von Themen abgedeckt. Gleichzeitig gelingt es den sympathischen Protagonisten auch mit so manchem Redneck-Vorurteil aufzuräumen.

Als Fan dieser Musikrichtung sollte man sich das nicht entgehen lassen. Nach Festivalvorführungen und Touren durch die USA, ist der Film nun auch ganz offiiziell auf Youtube für den Rest der Welt zu sehen.

João Hasselberg – Whatever It Is You’re Seeking, Won’t Come In The Form You’re Expecting

Der Portugiese João Hasselberg hat in der Vergangenheit bereits bei einer ganzen Reihe von erstklassigen Jazz-Produktionen mitgewirkt. Mit Whatever It Is You’re Seeking, Won’t Come In The Form You’re Expecting hat er nun sein erstes eigenes Album veröffentlicht, und es lohnt sich hier reinzuhören. Es enthält einige improvisierte Standards, aber vor allem Eigenkompositionen, die von Literaturklassikern von Steinbeck, Hemingway, Murakami und anderen inspiriert wurden. Musikalisch ist das Ganze gleichermaßen vertrackt wie melodisch, einfühlsam wie fordernd. Ein tolles modernes Jazz-Album.

Dredd: The Musical

Es läuft schon längere Zeit eine offizielle Petition für ein Dredd-Sequel. Nun gibt es dazu auch ein passendes Musical-Video von Jon und Al Kaplan, die uns in der Vergangenheit bereits mit Schenkelklopfern wie 24: The Musical, Conan: The Musical, Liam Neeson: The Musical, The Hobbit: The Musical und anderen beglückt haben. Neben Karl Urban als Judge Dredd, kommt auch Sylvester Stallone zu Wort. In diesem Sinne: „Make Dredd II !“.

TASCHENbücher

Ich bin ja schon lange ein Fan von TASCHEN. Mittlerweile besitze ich über 60 Bücher des Verlages. Letztens habe ich bei mir ein bischen umgeräumt und im Zuge dessen meinen vier LieblingsTASCHENbüchern eine platzverschwenderische Eigenvitrine spendiert.

Allerdings ist es kein Leichtes, nur vier Bücher aus dem mannigfaltigen Programm auszuwählen. Meine Wahl ist gefallen auf Albertus Sebas Naturalienkabinett, Bourgerys Atlas der menschlichen Anatomie und der Chirurgie (medizinisch bedeutend, aber vor allem künstlerisch eine Wucht), Leonardo da Vinci: Sämtliche Gemälde und Zeichnungen (die große Ausgabe) und Hieronymus Bosch: Das vollständige Werk.

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Lance Henriksen Interview

Comicbookgirl19 hat ein Interview mit Lance Henriksen geführt. Es geht um seinen neuen Film Harbinger Down, aber auch um seine Auftritte als Android Bishop in den Alien-Filmen, den Klassiker Near Dark, die Fernsehserie Millenium, den Filmunfall Prometheus und anderes mehr. Ein sympathischer Kerl, der viele Anekdoten auf Lager hat. Ich könnte ihm stundenlang zuhören.

Comicbookgirl19 verfolge ich schon eine Zeit lang und dieser neue Interview-Teil ist definitiv eine gute Ergänzung zur Show. Ich hoffe, es gibt zukünftig mehr davon.

Trailer und Poster: Danger 5, Season 2

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Oh yeah, die zweite Staffel der herrlich absurden australischen Serie Danger 5 rückt näher. Hier ist schon mal das Poster und der Trailer, nach dem zu urteilen noch eine Schippe Irrsinn nachgelegt wurde.  Schon das Poster lässt erahnen: Diesmal folgt das Danger-5-Team Hitler auf eine Zeitreise in die 1980er.

Free music: Ruby The Hatchet – Ouroboros

Auch in meinem neuen Blog soll kostenlose Musik ein Thema sein. Als erstes muss ich noch ein Album vorstellen, das bereits vor zwei Jahren erschienen ist. Ruby The Hatchet aus Philadelphia spielen doomigen Rock mit 70er Jahre Einschlag. Solche Retrobands sind selten wirklich originell, aber die Umsetzung stimmt. Mittlerweile ist die Band beim Genre-Label Tee Pee Records unter Vertrag. Das knackige Album Ouroboros gibt es bei Bandcamp als Name your price-Download.

Soundtrack: The Knick

The Knick ist Steven Soderberghs neue Fernsehserie über das Knickerbocker Hospital in New York. Die Serie spielt im Jahre 1900 und enthält eine Reihe von erstklassigen Schauspielern wie Clive Owen. Zur Serie selbst kann ich nicht viel sagen. Die erste Folge habe ich mir angesehen. Die Sets und die Ausstattung sind fantastisch, es gibt viel Blut und Dreck und wenig Sentimentalitäten. Bereits innerhalb der ersten zehn Minuten wird der Zuschauer Zeuge eines drastischen Kaiserschnitts und muss mit ansehen, wie sich ein Arzt die Rübe wegballert.

Mein persönliches Problem: ich mag eigentlich keine Krankenhausserien und ich bin auch kein besonderer Fan von Soderbergh. Also muss The Knick erst einmal hinten anstehen. Was mich an der ersten Folge aber fasziniert hat, ist der Soundtrack von Cliff Martinez, dessen wabernde Synthieklänge theoretisch gar nicht so recht passen wollen, zu einer Serie, die im frühen 20. Jahrhundert spielt. Dennoch entwickelt der Soundtrack zusammen mit den Bildern aus historischem Glanz und Schmutz, aus Wissensdrang und Hoffungslosigkeit der Jahrhundertwende eine starke Sogwirkung.

Besonders hat es mir Son Of Placenta Previa angetan: