Zwei Filmdokus

ironfists

Iron Fists and Kung Fu Kicks auf Netflix.

Eine ganz neue Dokumentation, die die Martial-Arts- und Action-Filme aus Hongkong und deren Einflüsse auf Hollywood beleuchtet. Die Filme der Shaw Brothers, der Aufstieg und Niedergang der Golden Harvest Filmstudios, der unvermeidliche Bruce Lee, Jackie Chan und Sammo Hung. Bei Fans leuchten da die Augen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass auch Zuschauer, die bisher wenig Kontakt mit dem Hongkong-Kino hatten, hierdurch Lust bekommen, in den einen oder anderen Film reinzuschauen.

Die Doku verknüpft stellenweise recht gelungen die alten Filme der 70er und 80er Jahre aus Hongkong mit dem modernen Actionkino aus Hollywood. Protagonisten wie Richard Norton, Cynthia Rothrock und Christopher Doyle, die in beiden Welten gearbeitet haben, fungieren als Bindeglied und vermitteln die immensen Unterschiede der Arbeitsweisen. Anhand von O-Tönen diverser Filmschaffender und den vielen Filmausschnitten zeigt die Doku auch ansehnlich, was das Hongkong-Kino ausmacht.

An anderer Stelle beschäftigt sich die Doku mit einem bisher eher vernachlässigten Thema, nämlich den Einfluss der Martial-Arts-Filme auf den Blaxploitation-Film und die Hip-Hop-Kultur. Das allerdings zu ausführlich. Ohnehin leidet die Doku etwas unter dem amerikanischen Blickwinkel (obwohl es eine australische Produktion ist). Klar, das Ding ist für ein westliches Publikum gemacht, aber eine ausgewogenere Berichterstattung wäre wünschenswert. Vollends verliert mich Iron Fists and Kung Fu Kicks, wenn Verbindungen vom Hongkong-Kino zu den australischen Krawall-Youtubern RackaRacka und Wakaliwood gezogen werden. Was RackaRacka veranstalten, trick- und stunttechnisch, ist spektakulär – und Wakaliwood-Filme haben ihren ganz eigenen kultigen Charme. Aber das alles hat herzlich wenig mit Martial-Arts aus Hongkong zu tun, ganz egal, wie man es dreht und wendet.

So bietet Kung Fu Kicks viel Licht, aber auch Schatten. Unterhaltsam ist die Doku auf jeden Fall. Langjährige Fans können in nostalgischen Erinnerungen schwelgen, Neulinge finden vielleicht den einen oder anderen Filmtipp. Daher gilt, wer ohnehin ein Netflix-Abo hat: reinschauen.

 

darkglamour

Dark Glamour – Aufstieg und Fall der Hammer Studios in der Arte-Mediathek oder auf Youtube.

Die französische Arte-Dokumentation widmet sich den britischen Hammer Filmstudios, die seit den 1930er Jahren in der einen oder anderen Form bis heute existieren. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf dem großen Vermächtnis der Studios, nämlich den stilbildenden Horrorfilmen, die zwischen 1955 und 1973 entstanden. Die erste Hälfte der Doku nehmen The Quatermass Xperiment (Schock, 1955), der sozusagen den Relaunch der Studios einläutete, sowie das Dreiergespann The Curse of Frankenstein (Frankensteins Fluch, 1957), Horror of Dracula (Dracula, 1958) und The Mummy (Die Rache der Pharaonen, 1959) ein, die den Ruf Hammers als außergewöhnlichen Horrorgarant zementierten.

Die Filme, die in den 60ern entstanden, werden leider relativ schnell abgehandelt und einige interessante Produktionen tauchen gar nicht erst auf. Im weiteren Verlauf verdeutlicht die Doku, wie sich das Horrorgenre mit der Veröffentlichung von Schlüsselwerken wie Psycho, Night of the Living Dead und Texas Chainsaw Massacre veränderte, und wie sich Hammer zunehmend schwertat eine Linie zu finden. Etwas mehr Raum in der Doku bekommt schließlich noch Captain Kronos – Vampire Hunter (Captain Kronos – Vampirjäger, 1974), der zwar ein Kinoflop war, sich aber im Laufe der Jahre zum Kultfilm entwickelte. Neben den zwei Stars des Films, Horst Janson und Caroline Munro, kommen in der Doku der aktuelle Geschäftsführer von Hammer, Simon Oakes, die Horrorregisseure John Carpenter, Mick Garris, Dario Argento und einige Filmhistoriker und Hammer-Kenner zu Wort. Den Abschluss bildet ein kurzer Abriss über die neueren Produktionen von Hammer (The Woman in Black, Let me in).

Insgesamt ist Dark Glamour eine gelungene Dokumentation, die nur ein Problem hat: mit einer Laufzeit von 55 Minuten ist sie viel zu kurz. Man hätte problemlos eine mehrteilige Reihe daraus machen und so auch den Filmen der 60er Jahre das verdiente Augenmerk schenken können.

Wer bist du? Die Antwort wird dich entsetzen

wer_bist_du

Fun Fact. Der italienische Horrorstreifen Chi sei?, ein kruder Mix aus The Exorcist und Rosemary’s Baby, lief 1975 in den deutschen Kinos unter dem (korrekt übersetzten) Titel Wer bist du? Kurioserweise wurde der Film mit einem Slogan versehen, der frappierend an heutige Clickbait-Links erinnert: Die Antwort wird Dich entsetzen. Oben sieht man das deutsche Kinoposter.

Später auf VHS stand der Film unter dem reißerischen Titel Vom Satan gezeugt in den Videotheken.

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Einige Jahre danach wärmte die DVD-Veröffentlichung den alten Clickbait-Titel wieder auf, hielt aber auch am plakativen Satan fest. Da ist ein bischen zu viel „Entsetzen“ auf dem Cover.

vom_satan_gezeugt2

Zu allen Überfluss erschien die gleiche DVD später nochmals unter den englischen Titeln Beyond the Door und The Devil within her. Soviel zum Titel-Wahnsinn.

Ebenfalls erwähnenswert ist die deutsche Synchronisation dieses Films, die sich, wie üblich für die 70er Jahre, kaum am Original orientiert. Sprüche wie„Eins sage ich dir. Wenn ich groß bin, gehe ich ran wie eine Hafennutte!“ werden hier einem 10-jährigen Mädchen in den Mund gelegt.

Im folgenden Video hat jemand ein paar Kracher dieser Güte gesammelt:

Thomas Danneberg, unverkennbar, spricht den Vater und der kleine Ken wird von Oliver Rohrbeck gesprochen, der hier fast schon so klingt, wie ein paar Jahre später als Justus  Jonas in Die drei ???. Wer seine Schwester spricht ist leider nicht bekannt. Es würde mich schon interessieren, wen man mit diesem Job betraut belästigt hat.

An dieser Stelle bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite halte ich grundsätzlich nicht viel von Synchronisationen, aber wie man an diesem Beispiel schön sieht, erhalten maue Filme durch die gute alte deutsche Witz-Synchro definitiv einen zusätzlichen Unterhaltungswert.

Äußerst hörenswert, und das ganz ironiefrei, ist der coole Jazz-Funk-Soundtrack von Franco Micalizzi. Fast zu gut für diesen Film. Aber das ist ja keine Seltenheit im italienischen Genrekino.

Die Saturnus Philosophorum Filmgalerie

Vor Ewigkeiten, als ich noch Zeit und Muße hatte, habe ich einen ganzen Schwung von  Kinoaushangfotos, Promobildern und Plakaten eingescannt. Diese Bilder geistern mittlerweile überall im Netz umher. Da ich die Scans gerne gesammelt zur Verfügung stellen will, veröffentliche ich diese hier; alphabetisch nach deutschen Titeln sortiert.

Zusätzlich habe ich die gesamte Sammlung in eine ZIP-Datei gepackt und auf Google Drive hochgeladen (350 Bilder, 80 MB).

Schon vor einiger Zeit habe ich meine Filmbildsammlung aufgelöst. Wahnsinnig umfangreich war die ohnehin nicht. Eigentlich wollte ich sämtliches Material vorher noch einscannen, denn es waren auch ein paar seltene Sachen dabei, aber dazu bin ich leider nicht mehr gekommen. Daher bleibt es vorläufig bei diesen Bildern.

Die Bilder können gerne für eigene Zwecke verwendet und weiterverbreitet werden. Ein Link zu meinem Blog wäre nett. Die Verwendung erfolgt auf eigene Gefahr. Es handelt sich um Werbematerial, dessen Urheberrecht bei den jeweiligen Produktionsfirmen, Nachfolgefirmen und Lizenzgebern liegt.

Inhaltsverzeichnis

Bestien lauern vor Caracas (The Lost Continent, 1968)
Braindead (Dead Alive, 1992)
Circus der Vampire (Vampire Circus, 1972)
Das Cabinet des Dr. Caligari (1920)
Das Geheimnis des Dr. Z (Miss Muerte, 1966)
Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts, 1933)
Das schwarze Zimmer (The Black Room, 1935)
Der Fluch der Mumie (The Mummy’s Shroud, 1967)
Der Fluch des schwarzen Rubin (Thirteen Days to Die, 1965)
Der rote Schatten (Circus of Horrors, 1960)
Der Teufel kam aus Akasava (The Devil Came from Akasava, 1971)
Die Bande des Captain Clegg (Captain Clegg, Night Creatures, 1962)
Die Folterkammer des Dr. Fu-Manchu (1969)
Die Nackte und der Satan (The Head, 1959)
Die neunschwänzige Katze (Il gatto a nove code, 1971)
Die reitenden Leichen – Verschiedene (The Blind Dead, 1972 – 1974)
Die Schlangengrube und das Pendel (1967)
Die schwarze Katze (The Black Cat, 1934)
Die sieben goldenen Vampire (1974)
Dracula braucht frisches Blut (The Satanic Rites of Dracula, 1973)
Dracula jagt Mini-Mädchen (Dracula A.D. 1972, 1972)
Draculas Hexenjagd (Twins of Evil, 1971)
Edgar Wallace – Der Frosch mit der Maske (1959)
Edgar Wallace – Verschiedene Plakate (1960 – 1967)
Ein Zombie hing am Glockenseil (1980)
Flesh Gordon (1974)
Frankenstein schuf ein Weib (Frankenstein Created Woman, 1967)
Gangster sterben zweimal (Gangsters ’70, 1968)
Geißel des Fleisches (Torment of the Flesh, 1965)
Herrscherin der Wüste (She, 1965)
In der Gewalt der Riesenameisen (Empire of the Ants, 1977)
Klaus Kinski – Italienische Werbeplakate für verschiedene Filme
Scarletto – Schloß des Blutes (Il boia scarlatto, 1965)
The Ghoul (1933)
Verschiede Plakate
Verschiedene Originalmotive

Bestien lauern vor Caracas (The Lost Continent, 1968)


↑ Inhaltsverzeichnis ↑

Braindead (Dead Alive, 1992)


↑ Inhaltsverzeichnis ↑

Circus der Vampire (Vampire Circus, 1972)


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Das Cabinet des Dr. Caligari (1920)


↑ Inhaltsverzeichnis ↑

Das Geheimnis des Dr. Z (Miss Muerte, 1966)


↑ Inhaltsverzeichnis ↑

Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts (1933)


↑ Inhaltsverzeichnis ↑

Das schwarze Zimmer (The Black Room, 1935)


↑ Inhaltsverzeichnis ↑

Der Fluch der Mumie (The Mummy’s Shroud, 1967)


↑ Inhaltsverzeichnis ↑

Der Fluch des schwarzen Rubin (Thirteen Days to Die, 1965)


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Der rote Schatten (Circus of Horrors, 1960)


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Der Teufel kam aus Akasava (The Devil Came from Akasava, 1971)


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Die Bande des Captain Clegg (Captain Clegg, Night Creatures, 1962)


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Die Folterkammer des Dr. Fu-Manchu (The Castle of Fu Manchu, 1969)


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Die Nackte und der Satan (The Head, 1959)


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Die neunschwänzige Katze (Il gatto a nove code, 1971)


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Die reitenden Leichen – Verschiedene (The Blind Dead, 1972 – 1974)


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Die Schlangengrube und das Pendel (1967)


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Die schwarze Katze (The Black Cat, 1934)


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Die sieben goldenen Vampire (The Legend of the 7 Golden Vampires, 1974)


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Dracula braucht frisches Blut (The Satanic Rites of Dracula, 1973)


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Dracula jagt Mini-Mädchen (Dracula A.D. 1972, 1972)


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Draculas Hexenjagd (Twins of Evil, 1971)


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Edgar Wallace – Der Frosch mit der Maske (1959)


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Edgar Wallace – Verschiedene Plakate (1960 – 1967)


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Ein Zombie hing am Glockenseil (City of the living Dead, 1980)


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Flesh Gordon (1974)


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Frankenstein schuf ein Weib (Frankenstein Created Woman, 1967)


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Gangster sterben zweimal (Gangsters ’70, 1968)


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Geißel des Fleisches (Torment of the Flesh, 1965)


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Herrscherin der Wüste (She, 1965)


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In der Gewalt der Riesenameisen (Empire of the Ants, 1977)


↑ Inhaltsverzeichnis ↑

Klaus Kinski – Italienische Werbeplakate für verschiedene Filme