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Die Öffnungszeiten des Internets

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Bei allen Unzulänglichkeiten des Internets, zwei Dinge ärgern mich immer wieder besonders. Geoblocking und Uhrzeitbeschränkungen. Das grenzenlose sogenannte World Wide Web wird aufgeteilt in Regionen und Uhrzeiten. Ja, man kann irgendwie für beides Verständnis aufbringen, wenn man unbedingt müsste. Geoblocking hat mit Lizenzrechten zu tun und wie diese verkauft werden. Das alte Vertriebsmodell der Filmwirtschaft lässt sich eben nicht so ohne weiteres ins Internet übertragen.

Uhrzeitbeschränkungen hingegen unterliegen dem deutschen Jugendmedienschutzgesetz, welches die Grenzenlosigkeit des Internets geflissentlich ignoriert. Jedenfalls haben wir hier die absurde Situation, dass man als Deutscher bis 22 Uhr warten muss, um einen ab 16 Jahren freigegebenen Film in der ARD-Mediathek schauen zu können, während ein Klick weiter Hardcore-Pornografie oder der neuste Splatter-Streifen warten.

Das alles ist ein alter Hut. So alt, wie die Mediatheken selbst. Was mir noch nicht untergekommen ist, sind Audiobeiträge mit Uhrzeitbeschränkung. Bis jetzt. In diesem Fall geht es um das dreiteilige Hörspiel Die Infektion, ein in Köln spielender Zombieschocker, der offensichtlich so schockierend ist, dass er ab 16 freigegeben ist und dementsprechend auch erst nach 22 Uhr angehört und runtergeladen werden kann.

Nachtrag: Ein weiteres Ab-16-Hörspiel ist Pornflakes.

Hörspiel: Märchen und Verbrechen

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Die Kriminalakten der Brüder Grimm

Fünf klassische Grimm-Märchen als Kriminalgeschichten inszeniert mit den Brüdern Grimm als Ermittler. Ein Grimmi sozusagen! Das ist ganz interessant umgesetzt. Die altbekannten und weniger bekannten Märchen Räuberbräutigam, Schneewittchen, Der Wolf und die Sieben Geißlein, Die Gänsemagd und Fundevogel werden fast bis zur Unkenntlichkeit demontiert. Produziert vom HR2 und jetzt als Download erhältlich.

Doku: Die Hörspielkönigin

In der NDR-Mediathek gibt es zurzeit Die Hörspielkönigin zu sehen, eine Dokumentation über die Hörspielproduzentin Heikedine Körting, die in über 40 Jahren mehr als 2000 Hörspiele produziert und geschrieben hat. Viele davon, mit denen wir alle aufgewachsen sind: Die drei ???, TKKG, Fünf Freunde, Die Gruselserie und viele mehr.

Was für eine sympathische, fröhliche Frau. Man merkt, dass sie ihr ganzes Leben lang das getan hat, was ihr Freude bereitet. Nett ist auch anzusehen, dass diese Hörspiele heute noch analog produziert werden, mit alten Maschinen aus den 70ern und Geräuschrundbändern, die griffbereit lose am Haken hängen.

In diesem Zusammenhang sei auch noch auf die tollen Interviews mit Heikedine Körting im Talker-Lounge-Podcast 50 und in Ausgabe 4 des kostenlosen Hörspielmagazins PLAYtaste hingewiesen.

Downloads: Fandom House Hörspiele

Unter dem Label Fandom House wird seit einiger Zeit eine Reihe von kostenlosen Hörspielen produziert, die, man erkennt es schon an den Covern, sich an der goldenen Zeit der Hörspiele orientieren und mit Trash und Klischees nicht geizen. Genau deshalb machen sie eine Menge Spaß.

Technisch ist das alles sauber umgesetzt, und da hier auch professionelle Sprecher und Schauspieler agieren, kann man bei Fandom House eigentlich nicht von Amateur-Produktion sprechen. Leider hat Fandom House keine eigene Webpräsenz. Die Downloads findet man auf der Facebook-Seite in der Cover-Galerie. Außerdem findet man die Hörspiele  auf YouTube .

Den 1. Dezember sollte man sich schon einmal vormerken, denn dann erscheint mit Das Buch des Ra ein neues Hörspiel.

Hörspiel: Angriff der Terror-Zombies

Das neue WDR/1Live-Hörspiel Angriff der Terror-Zombies ist für einige Zeit als kostenloser Download im Hörspielspeicher verfügbar. Bei dem Hörspiel handelt es sich um eine knallige B-Film-Hommage über den italienischen Regisseur Georgio Stellatore, alias George Steel, der verzweifelt versucht, in Hollywood sein Drehbuch zu Angriff der Terror-Zombies an den Mann zu bringen. Das Ganze ist gespickt mit Anspielungen an die Trash-Filme der 80er Jahre inklusive aller gängigen Klischees, Goblin-artigem Synthie-Soundtrack und glorreichen Sätzen wie: „Die Moto Guzzi fraß die Straße wie Spaghetti“.