Mansion – Altar Sermon

Mansion aus Finnland kann man im weitesten Sinne als Occult-Rock mit starkem Doom-Einschlag bezeichnen. Dieses Genre hat in den letzten Jahren unzählige neue Bands hervorgebracht. Mansion gehören zu denjenigen Bands, die in Sachen Atmosphäre und Originalität überzeugen. Im Gegensatz zu anderen Bands in diesem Bereich, verzichten Mansion darauf, zu sehr retro zu sein.

Mein erster Kontakt mit der Band war vor zwei Jahren das Video zu Slumber Sermon. Die gruselige Nummer hat mich umgehauen. Nun steht eine neue 2-Track-EP an, und dazu wurde das Video Altar Sermon veröffentlicht. Dieses verbreitet wiederum eine ganz eigene, unheimliche Stimmung, die perfekt zu dem getragenen Sound der Band passt.

Musikvideo: Gunship – Tech Noir

Das neue Musikvideo von Stop-Motion-Meister Lee Hardcastle für den Song Tech Noir der Londoner Synthwave-Band Gunship ist nicht nur ein Fest für 80er Jahre Musik-Fans, sondern auch für die Fans von Filmen dieser Zeit. Allerlei Ikonen, von Alien bis Rocky, haben hier ihren Auftritt in Knetform. Und kein geringerer als der legendäre Horrorregisseur John Carpenter spricht das Intro. Das komplette Album von Gunship gibt es auf Bandcamp als Stream und Download.

Musik: Witch Mountain – Mobile of Angels

Das erste, was ich von Witch Mountain hörte, war vor vier Jahren die schaurig schöne Doom-Nummer „Veil of the Forgotten“, veröffentlicht auf einem Metal-Sampler von Adult Swim. Es gibt Musikmomente, die sich einem in die Birne brennen. Das war ein solcher. Dieser Einstiegsriff, die akzentuierten Drums, da braut sich was zuammen ist schon die Message des Intros. Dann diese große Stimme, die da von ekstatisch heulend bis diabolisch grummelnd so betörend leidet. Das passt. Sogar der Bandname ergab Sinn: Witch Mountain, Hexenberg.

Seitdem bin ich Fan. Fragt mich jemand nach Empfehlungen bezüglich neueren Doom-Bands, ist Witch Mountain einer der Namen die als erstes fallen. Die Geschichte der Band ist etwas ungewöhnlich, denn Witch Mountain haben bereits 2001 das erste Album veröffentlicht, danach aber lange pausiert. Erst als 2009 die Sängerin Uta Plotkin dazustieß, ist die Band durchgestartet. Manchmal braucht es seine Zeit, bis alles zusammenpasst. Und im Doom hat man ja genrebedingt alle Zeit der Welt. ;-)

Mit Mobile of Angels ist nun bereits das dritte Album der Band zusammen mit Uta Plotkin erschienen und es steht steht den beiden Vorgängern in Sachen Qualität in nichts nach. Der Blues-Einfluss, der auf auf den beiden Vorgängern schon einen nicht zu unterschätzenden Originalitätsanteil in dem traditionellen Doom-Metal-Sound innehatte, wird hier nochmals verstärkt und stellt jetzt ein zentrales Element dar, auch gerade was den Gesang anbelangt.

Den Schocker hat die Band noch vor Erscheinen des Albums angekündigt: Es wird das letzte Album mit der Sängerin sein. Somit ist auch diese Ära für Witch Mountain schon wieder zu Ende. Ob die Band die große Lücke zeitnah füllen kann oder ob die Band nun erst einmal wieder sechs Jahre pausiert, bleibt abzuwarten. Uta Plotkin hat immerhin schon angekündigt, weiterhin musikalisch aktiv zu bleiben. Ein Trost. Aber warum über die ungewisse Zukunft jammern? Denn was auch immer passiert, dem Doom-Fan bleiben drei großartige Alben. So viel ist gewiss.