Archiv für den Monat Dezember 2014

Musik: Inheritance – Frames

Eine sehr schöne EP der tschechisch-slowakischen Band Inheritance, die irgendwo im Post-Jazz, Math-Rock und Fusion-Bereich angesiedelt ist. Zugänglich, nicht zu vertrackt, exzellent arrangiert.

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Spiel: Crossy Road

crossyroadCrossy Road ist eine wunderbare Referenz an den Arcade-Spieleklassiker Frogger. Das simple, aber süchtigmachende Spielprinzip hat Generationen von Spielern an die Spielhallen und später auch an die heimischen Computer und Konsolen gefesselt. Mit einem Frosch gilt es, viel befahrene Straßen heil zu überqueren.

Crossy Road bedient sich des gleichen Prinzips, wartet aber mit einem Huhn als Hauptfigur auf. Durch das Einsammeln von Geldstücken kann man viele weitere Figuren freischalten, vom klassischen Frosch über Ziege und Einhorn bis hin zum Zombie und Alien. Regelmäßig erhält man außerdem Geldstücke als Geschenk. Ungeduldige können die Figuren auch per In-App-Purchase freischalten, das Spiel selbst ist kostenlos. Wer, wie ich, üblicherweise Free2Play-Spiele hasst, sollte sich hier nicht abschrecken lassen, denn das In-App-Purchase-Konzept von Crossy Road ist sehr moderat.

Wesentlicher Unterschied zu Frogger ist, dass Crossy Road keine Level kennt, es handelt sich um ein Endless Game. Die Steuerung benötigt eine kurze Eingewöhnung. Tippen lässt die Figur einen Schritt nach vorne machen. Links, rechts und rückwärts benötigen einen Wisch in die entsprechende Richtung, was im hektischen Spielgeschehen nicht immer ganz einfach umzusetzen ist.

Vorher nur für iOS verfügbar, ist das Spiel nun auch über den Amazon App Store für Android erhältich. In den Google App Store kommt das Spiel am 08.01.

Bugs wird eingestellt

bugsSoeben ist mit der inhaltlich reduzierten achten Ausgabe auch gleichzeitig die letzte Ausgabe des Wirbellosen-Magazins Bugs erschienen. Im Vorwort wird das Aus damit begründet, dass sich schlichtweg zu wenige Abonnenten gefunden haben. Ich bin seit der ersten Ausgabe dabei und bedauere das Ende sehr. Dass heutzutage Nischenmagazine es schwer auf dem Zeitschriftenmarkt haben, ist allerdings auch keine Überraschung. Zumal im gleichen Verlag diverse Terraristik- und Aquaristik-Magazine erscheinen, die regelmäßig Wirbellosen-Themen behandeln.

Bugs war ein hochwertiges Magazin mit interessanten Artikeln und tollen Fotos. Wem noch einzelne Ausgaben fehlen, der sollte sich beeilen. Einige Ausgaben sind bereits vergriffen.

Film: The Maze Runner (2014)

mazerunnerThe Maze Runner ist einer dieser dystopischen Teenagerfilme, die seit einiger Zeit die Kinos überschwemmen. Wie die meisten dieser Filme, basiert auch The Maze Runner auf einem Roman, genauer: auf einer Roman-Trilogie.

Zwei Dinge sind mir sogleich in den Sinn gekommen:

1. Das Lieblingsbrettspiel aus meiner Kindheit, Das Verrückte Labyrinth. In diesem  Spiel erkunden die Spieler ein Labyrinth, dessen Layout sich ständig verändert.

2. Den wegweisenden Indie-Film Cube von 1997, in dem sich eine Gruppe von Personen in einem gigantischen Würfel wiederfindet. Die vielen kubusförmigen Räume sind nicht nur mit tödlichen Fallen gespickt, sondern ändern ihre Position innerhalb des Würfels.

The Maze Runner verbindet diese Konzepte auf mehr oder weniger auffällige Weise. In einem schier unermesslichen Labyrinth lebt eine Gruppe von Jugendlichen, die in regelmäßigen Abständen mit Proviant versorgt wird. Mit jeder Proviantlieferung erscheint zugleich ein neuer Labyrinthinsasse. Die Ankömmlinge können sich an nichts erinneren, nicht an ihre eigene Identität geschweige denn daran, wie und wieso sie in dem Labyrinth gelandet sind. Im Zentrum des Labyrinths befindet sich die grüne Oase namens The Glade, in dem die Gruppe lebt und eine Art Gesellschaft mit eigenen Regeln geschaffen hat. Tagsüber machen sich die Besten und Stärksten auf, das Labyrinth zu erkunden. Diese Burschen tragen den Titel Runner. Die Runner tun allerdings gut daran, vor Einbruch der Nacht wieder zurück zu kehren, da pünklich bei Sonnenuntergang die Tore zum Glade schließen und so genannte Grievers das Labyrinth patroulieren, tödliche biomechanische Wesen.

Aus dieser ungewissen Lage schöpft der Film zunächst seine Spannung. Als Zuschauer habe ich mich ein wenig hingehalten gefühlt, da der Film ausgiebig Wert darauf legt, die sozialen Strukturen in der Gruppe darzustellen, dabei aber das Labyrinth über die Maßen hinaus mystifziert. Zumal der Konfliktstoff innerhalb der Gruppe auch eher banaler Natur ist und nichts bringt, was man in anderen Filmen nicht schon gesehen hätte. Im Gegensatz zu Cube, bietet The Maze Runner leider auch keinen philosophisch-existenziellen Denkanstoß.

Geht die Labyrinth-Action erst einmal los, kommt man durchaus auf seine Kosten. Das Labyrinth ist visuell toll umgesetzt und wirkt real und bedrohlich.  Am Ende überrascht der Film mit einem interessanten Twist; zumindest Zuschauer wie mich, die die Bücher nicht kennen. Gleichzeitig nervt der Film aber auch mit einem dicken Handlungsloch. Das ist überhaupt ein Manko: das Filmkonzept bietet jede Menge Angriffspunkte für nachdenkende Zuschauer und der Film tut nichts dafür, offensichtliche logische Argumente zu entkräften.

Ein Wort sollte man auch auch noch über die weiblichen Rollen verlieren. Es gibt nur zwei. Diejenige, die man wohl als Hauptrolle bezeichnen kann, wird irgendwann in der Mitte des Films eingeführt und trägt quasi nichts zur Handlung bei. Es ist natürlich gut möglich, dass diese Figur in den Sequels noch an Bedeutung gewinnt. In diesem Film aber, ist es eine reine Alibi-Figur.

The Maze Runner ist kein wirklich schlechter Film. Aber auch kein besonders herausragender. Selbst als reiner Unterhaltungsfilm krankt The Maze Runner einfach an ein paar Stellen zu viel.  Die ganze Geschichte ist dann immerhin doch so interessant, dass ich mir Teil 2 und 3 vermutlich trotzdem anschauen werde. Ich will ja wissen, wie die Story weitergeht.

João Hasselberg – Truth Has To Be Given In Riddles

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich João Hasselbergs erstes Album vorgestellt, von dem ich ganz begeistert war und immer noch bin. Nun hat der Portugiese mit Truth Has To Be Given In Riddles bereits sein zweites Album veröffentlicht. Und wieder entfaltet sich ein wunderbar warmer, ganz eigener Kosmos aus Jazz und Folk, dessen Klang vor allem von der Posaune geprägt ist.

Musik: Das frivole Burgfräulein – Schulmilch-Report

Das frivole Burgfräulein hat ein neues Video draußen. Der Song nennt sich Schulmilch-Report und ist auf der letzten EP Urlaubs​-​Report aus den Punkrock Single​-​Charts zu finden. Das Video wurde in einer Schule in Guatemala gedreht. Wie die Verbindung von einer Bonner Punk-Band dorthin zustande kommt, das weiß ich auch nicht. Ist aber auch nicht so wichtig, denn das Video ist ganz entzückend – und irgendeine berühmte Luchadora (Wrestlerin) aus Mexiko spielt auch noch mit. Also, Film ab.