Five Ghosts wird verfilmt

five_ghosts_ad_by_mooneyhamMittlerweile ist das keine Neuigkeit mehr, aber ich will trotzdem noch darauf hinweisen. Aus der wunderbaren Comicserie von Frank J. Barbiere und Chris Mooneyham, Five Ghosts, wird eine Fernsehserie. Allerdings hat sich ausgerechnet Syfy des Comics angenommen, nicht gerade mein amerikanischer Lieblingssender.

Die Ankündigung kann ich immerhin zum Anlass nehmen, auf den Comic aufmerksam zu machen. Dass sich überhaupt ein Fernsehsender für den Stoff interessiert, finde ich einigermaßen überraschend. Bei Five Ghosts handelt es sich nämlich um ein Pulp-Adventure im klassischen Sinn, und von diesen sieht man momentan eher wenig im Fernsehen. Die zurzeit sehr erfolgreich laufenden Superhelden-Serien wie Arrow, The Flash und Agents of S.H.I.E.L.D. dürften der Auslöser für das Interesse sein. Denn Syfy hat keinerlei ähnliche Serien im Programm und will womöglich auch ein Stück vom Superheldenkuchen.

Five Ghosts erzählt die Geschichten des Abenteurers und Schatzsuchers Fabian Gray, der seit einer Begegnung mit einem mysteriösen Artefakt namens „Dreamstone“, dazu in der Lage ist, sich die geistigen, körperlichen und übernatürlichen Fähigkeiten von fünf „legendären Geistern“ zu Nutze zu machen. Im Comic werden die Namen zwar nicht erwähnt, aber es ist klar für wen diese fünf Geister Pate stehen: Der Bogenschütze ist Robin Hood, der Detektiv ist Sherlock Holmes, der Zauberer ist Merlin, der Samurai ist Miyamoto Musashi und der Vampir ist Dracula.

Dieser Kunstgriff erlaubt es, auf einen großen Fundus unterschiedlichster Konstellationen von Szenarien und Ereignissen zurückzugreifen. WIe in jedem guten Pulp-Abenteuer lautet auch hier die Devise: alles geht, man muss es dem Leser nur gut verkaufen. Die unterschiedlichsten Charaktere zusammen zu führen, gab es seit League of Extraordinary Gentlemen immer wieder. Aber dass sich die Charaktere alle in einer Figur vereinen, gibt dem Ganzen eine spannende Wendung.

Five Ghosts ist pure Nostalgie. Ein Comic der alten Schule. Dazu passt der liebevoll altmodische Zeichenstil und die dezente teilweise ausgebleichte Farbgebung. Dialogtechnisch gibt es hingegen wenig Herausragendes. Es wird gesagt, was nötig ist. Actionsequenzen kommen oft gänzlich ohne Sprache aus. Es gibt ganze Sequenzen, die sich völlig „stumm“ über sechs Seiten erstrecken, die dann aber auch tatsächlich wirklich gut gelungen sind.

Syfy hin oder oder; gespannt, wie das alles im Bewegtbild umgesetzt wird, bin ich schon.

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