Everybody’s Going To Die

Das Wochende kann man kaum besser einläuten, als mit einem neuen Album von Church of the Cosmic Skull. Die Brüder und Schwestern der kosmischen Schädelkirche kredenzen zum dritten Mal einen himmlisch-höllischen Reigen aus wundervollen  Gesangsharmonien, pointierten Gitarrensoli und explosivem Hammond-Georgel, der sofort in die Birne geht. Und in die Beine. Der Fuß muss wippen. Die ganze theatralische Großkunst erinnert nicht von ungefähr an 70er Helden des Prog-Rock und Pop. Queen, Fleetwood Mac, Thin Lizzy, ELO und vielleicht sogar Abba sagen hallo.

Die Band selbst bezeichnet sich als spirituelle Organisation. Ob das erst gemeint ist oder augenzwinkernd, man weiß es nicht. Die Botschaft kann jedenfalls runtergebrochen werden auf: Lass dir nichts vom Pferd erzählen und lass dir keine Steine in den Weg legen. Feiere das Leben und die Liebe, denn der Tod wartet schon an der nächsten Ecke. Und bevor es soweit ist, lasst uns alle noch mal zusammenkommen.

Da ist stehts dieses Wechselspiel zwischen erhebenden Momenten und dem dräuenden Ende. Aber nicht fatalistisch, sondern im Sinne der Akzeptanz. Das klingt ein wenig nach thelemischer Lehre mit einer Priese aufklärerischen Anspruchs. In diesem Sinne: Everybody’s going to die.

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