Archiv der Kategorie: Soundtrack

Zombi – Shape Shift

Das Spacerock-Synthwave-Prog-Duo Zombi hat endlich ein neues Album veröffentlicht. Das erste seit 2011. Wer Zombi kennt, weiß, was einen erwartet: ein superspannender Horror-Soundtrack mit Einflüssen von Goblin, John Carpenter und anderen Ikonen der 80er Jahre. Während der Vorgänger, Escape Velocity, fast schon ein wenig discomäßig ausgefallen war, beschreitet Shape Shift den düsteren Weg mit straffen Drums und vertrackten Basslinien.

Passend dazu das Video zum Song Diffraction Zone, das aus Szenen aus Horrorfilmen wie Trick or Treat, The Stuff, Slumber Party Massacre 2 und Creepshow 2 zusammengeschnitten wurde. Ein Kracher.

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True Detective Season 2: Opening Credits

Das Intro zur zweiten Staffel von True Detective ist ein audiovisuelles Meisterstück. Den Netzkommentaren nach zu urteilen, stören sich allerdings nicht wenige an der Leonard-Cohen-Nummer Nevermind.

Im Vergleich zu dem hingehauchten Country-Geklöppel des Intros der ersten Staffel, ist das hier ein großer Bruch. Aber das gilt auch für die Geschichte und den Handlungsort. Dass hier alles anders ist, macht also schon das Intro deutlich. Mir gefällt es ausgesprochen gut.

Musikvideo: Player Piano – Ghost Waltz

Das Projekt Player Piano nannte sich vorher Cosplay Piano. Ein passender Name, denn genau diese zwei Dinge werden verbunden: Cosplay und Piano. Player Piano ist die Fortführung unter neuem Namen, das Konzept bleibt gleich: Pianistin Sonya Belousova und Regisseur Tom Grey inszenieren wunderbare Musikvideos rund um ein popkulturelles Thema.

Passend zu Halloween kommt heute Ghost Waltz, basierend auf dem Untitled Waltz von David Arnold, der das Stück ursprünglich für den Film The Stepford Wives (2004) geschrieben hatte, in dem es aber letztlich nicht verwendet wurde.

Soundtrack: The Knick

The Knick ist Steven Soderberghs neue Fernsehserie über das Knickerbocker Hospital in New York. Die Serie spielt im Jahre 1900 und enthält eine Reihe von erstklassigen Schauspielern wie Clive Owen. Zur Serie selbst kann ich nicht viel sagen. Die erste Folge habe ich mir angesehen. Die Sets und die Ausstattung sind fantastisch, es gibt viel Blut und Dreck und wenig Sentimentalitäten. Bereits innerhalb der ersten zehn Minuten wird der Zuschauer Zeuge eines drastischen Kaiserschnitts und muss mit ansehen, wie sich ein Arzt die Rübe wegballert.

Mein persönliches Problem: ich mag eigentlich keine Krankenhausserien und ich bin auch kein besonderer Fan von Soderbergh. Also muss The Knick erst einmal hinten anstehen. Was mich an der ersten Folge aber fasziniert hat, ist der Soundtrack von Cliff Martinez, dessen wabernde Synthieklänge theoretisch gar nicht so recht passen wollen, zu einer Serie, die im frühen 20. Jahrhundert spielt. Dennoch entwickelt der Soundtrack zusammen mit den Bildern aus historischem Glanz und Schmutz, aus Wissensdrang und Hoffungslosigkeit der Jahrhundertwende eine starke Sogwirkung.

Besonders hat es mir Son Of Placenta Previa angetan: