Film: The Maze Runner (2014)

mazerunnerThe Maze Runner ist einer dieser dystopischen Teenagerfilme, die seit einiger Zeit die Kinos überschwemmen. Wie die meisten dieser Filme, basiert auch The Maze Runner auf einem Roman, genauer: auf einer Roman-Trilogie.

Zwei Dinge sind mir sogleich in den Sinn gekommen:

1. Das Lieblingsbrettspiel aus meiner Kindheit, Das Verrückte Labyrinth. In diesem  Spiel erkunden die Spieler ein Labyrinth, dessen Layout sich ständig verändert.

2. Den wegweisenden Indie-Film Cube von 1997, in dem sich eine Gruppe von Personen in einem gigantischen Würfel wiederfindet. Die vielen kubusförmigen Räume sind nicht nur mit tödlichen Fallen gespickt, sondern ändern ihre Position innerhalb des Würfels.

The Maze Runner verbindet diese Konzepte auf mehr oder weniger auffällige Weise. In einem schier unermesslichen Labyrinth lebt eine Gruppe von Jugendlichen, die in regelmäßigen Abständen mit Proviant versorgt wird. Mit jeder Proviantlieferung erscheint zugleich ein neuer Labyrinthinsasse. Die Ankömmlinge können sich an nichts erinneren, nicht an ihre eigene Identität geschweige denn daran, wie und wieso sie in dem Labyrinth gelandet sind. Im Zentrum des Labyrinths befindet sich die grüne Oase namens The Glade, in dem die Gruppe lebt und eine Art Gesellschaft mit eigenen Regeln geschaffen hat. Tagsüber machen sich die Besten und Stärksten auf, das Labyrinth zu erkunden. Diese Burschen tragen den Titel Runner. Die Runner tun allerdings gut daran, vor Einbruch der Nacht wieder zurück zu kehren, da pünklich bei Sonnenuntergang die Tore zum Glade schließen und so genannte Grievers das Labyrinth patroulieren, tödliche biomechanische Wesen.

Aus dieser ungewissen Lage schöpft der Film zunächst seine Spannung. Als Zuschauer habe ich mich ein wenig hingehalten gefühlt, da der Film ausgiebig Wert darauf legt, die sozialen Strukturen in der Gruppe darzustellen, dabei aber das Labyrinth über die Maßen hinaus mystifziert. Zumal der Konfliktstoff innerhalb der Gruppe auch eher banaler Natur ist und nichts bringt, was man in anderen Filmen nicht schon gesehen hätte. Im Gegensatz zu Cube, bietet The Maze Runner leider auch keinen philosophisch-existenziellen Denkanstoß.

Geht die Labyrinth-Action erst einmal los, kommt man durchaus auf seine Kosten. Das Labyrinth ist visuell toll umgesetzt und wirkt real und bedrohlich.  Am Ende überrascht der Film mit einem interessanten Twist; zumindest Zuschauer wie mich, die die Bücher nicht kennen. Gleichzeitig nervt der Film aber auch mit einem dicken Handlungsloch. Das ist überhaupt ein Manko: das Filmkonzept bietet jede Menge Angriffspunkte für nachdenkende Zuschauer und der Film tut nichts dafür, offensichtliche logische Argumente zu entkräften.

Ein Wort sollte man auch auch noch über die weiblichen Rollen verlieren. Es gibt nur zwei. Diejenige, die man wohl als Hauptrolle bezeichnen kann, wird irgendwann in der Mitte des Films eingeführt und trägt quasi nichts zur Handlung bei. Es ist natürlich gut möglich, dass diese Figur in den Sequels noch an Bedeutung gewinnt. In diesem Film aber, ist es eine reine Alibi-Figur.

The Maze Runner ist kein wirklich schlechter Film. Aber auch kein besonders herausragender. Selbst als reiner Unterhaltungsfilm krankt The Maze Runner einfach an ein paar Stellen zu viel.  Die ganze Geschichte ist dann immerhin doch so interessant, dass ich mir Teil 2 und 3 vermutlich trotzdem anschauen werde. Ich will ja wissen, wie die Story weitergeht.

Hörspiel: Angriff der Terror-Zombies

Das neue WDR/1Live-Hörspiel Angriff der Terror-Zombies ist für einige Zeit als kostenloser Download im Hörspielspeicher verfügbar. Bei dem Hörspiel handelt es sich um eine knallige B-Film-Hommage über den italienischen Regisseur Georgio Stellatore, alias George Steel, der verzweifelt versucht, in Hollywood sein Drehbuch zu Angriff der Terror-Zombies an den Mann zu bringen. Das Ganze ist gespickt mit Anspielungen an die Trash-Filme der 80er Jahre inklusive aller gängigen Klischees, Goblin-artigem Synthie-Soundtrack und glorreichen Sätzen wie: „Die Moto Guzzi fraß die Straße wie Spaghetti“.

Kurzfilm: Similo

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2065. The entire planet is hit by the effects of climate change. One of the few places that remain habitable is Antarctica, where corporations have built private cities. Hebe and Ciro get back together again. She is looking for love. He is searching for his own identity.

Das Film-Duo Bruno Zacarias und Miguel de Olaso, alias Zac&Mac, produziert schon seit einiger Zeit wunderbare Kurzfilme, bei denen es sich meist um eine Art intimes Beziehungsdrama handelt. Mal distanziert wie in 18 Seconds, mal verstörend wie in Uyuni.

Im neuen Werk, Similo, steht ein Paar im Mittelpunkt, das nach einem Unfall versucht, wieder emotionale Nähe aufzubauen. Eingebettet ist die Handlung in eine Science-Fiction-Welt aus hellen, sauberen Wohn- und Arbeitskomplexen und karger, unwirtlicher Landschaft. Magisch schön gefilmt und anzusehen, entwickelt der langsam und voller Melancholie erzählte Film eine fesselnde Wirkung bis zum bittersüßen Finale.

Auf der Webseite der Filmemacher, blackmilk.eu, finden sich einige Infos über die Produktion und die Konzeptgestaltung des Films.