Archiv der Kategorie: Gliederfüßer

Frühling im Terrarium

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Guzmania spec. in Blüte

 

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Centrobolus splendidus bei der Paarung

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Neu im Regal

insektenführer

Ich habe mir endlich mal gute Spinnen- und Insektenführer zugelegt, beide aus dem Kosmos-Verlag. Der Spinnenführer enthält 400 Arten aus dem europäischen Raum. Zusätzlich gibt es noch ein Kapitel über Tausendfüßer (Myriapoda). Hilfreich sind auch die dargestellten Blattschäden im Milbenkapitel (Acari). Danach lassen sich Schädlinge sehr gut erkennen.

Bei über 30000 Insektenarten, die es allein in Deutschland gibt, ist es kaum möglich, alle Arten in einem Buch zu erfassen. Der Insektenführer beschränkt sich daher auf eine Auswahl von Insekten aus Deutschland und teilweise aus dem Mittelmeergebiet. Viele Insektenarten ähneln sich ohnehin so sehr, dass man sie allein äußerlich nicht unterscheiden kann.

Beide Bücher stammen vom Zoologen Heiko Bellman und sind in dieser oder ähnlicher Form bereits seit Jahrzehnten auf dem Markt und wurden kontinuierlich erweitert und überarbeitet. Die Bücher besitzen sehr schöne detaillierte Fotos und klare Texte zu Kennzeichen, Vorkommen, Lebensweise und Wissenswertem. Mit den enthaltenen Übersichtsschemata und Farbcodes lassen sich Tiere sehr einfach einer Insekten- oder Spinnenordnung zuordnen und im Buch nachschlagen. Mit Preisen von 24,90 und 26,90€ sind diese Bücher nicht gerade billig. Angesichts der Qualität und dem Wissen, das hier hinein geflossen ist, ist der Preis aber durchaus angemessen.

Von Bellmann sind außerdem im Kosmos-Verlag erschienen Führer für Libellen, Schmetterlinge, Heuschrecken und Bienen/Wespen/Ameisen. Diese Arten werden in den Einzelbüchern nochmals umfassender behandelt, als im Insektenführer.

Sammelmagazin: Insekten & Echte Krabbeltiere der Welt

Aktuell gibt es im Zeitschriftenhandel das Magazin Insekten & Echte Krabbeltiere der Welt, dem  jeder Ausgabe ein in Acryl gegossener Gliederfüßer beiliegt. Vor einigen Jahren gab es diese Sammlung schon einmal unter dem Titel „Mini-Biester“. Da die Sammlung damals an mir vorbeigegangen ist, habe ich nun die von National Geographic unterstützte Neuauflage abonniert. Hier ein kleiner Check der ersten soeben angekommenen Ausgabe.

lebendeinsekten1Inhalt der ersten Ausgabe ist ein „goldener China-Skorpion“ (Mesobuthus martensii). Die Sendung, die im stabilen Karton geliefert wird, besteht aus dem 16-seitigen Heft, einer Werbebrochüre zur Sammlung, einem Insektenposter speziell für Abonnenten und dem Acrylblock mit dem Skorpion.

Das Heft richtet sich eher an jüngere Leser, hat aber durchaus einen wissenschaftlichen Anspruch. Informationen über Körperbau, Lebensweise und Lebensraum werden vermittelt. Gut gefallen mir die Illustrationen zum Körperbau. Die Werbebrochüre gibt einen groben Überblick über die Sammlung und welche Tiere in den zukünftigen Ausgaben erscheinen. Das Poster ist für mich eher nebensächlich. Es zeigt eine in Jäger und Gejagte unterteilte Ansammlung von anscheinend zufällig ausgewählten Arten. Ich glaube nicht, dass ich mir das irgendwo hinhängen werde.

Der Acrylblock selbst ist von hoher Qualität. Das Tier ist in einem makellosen Zustand und der Acrylguss ist professionell durchgeführt. Luft- oder Fremdeinschlüsse sind hier nicht zu finden. Schaut man von der Seite auf den Block lässt sich ganz schwach der dreischichtige Aufbau erahnen. Bei der Präparation wird zunächst eine flache Grundschicht Gießharz in die Form gegossen und trocknen gelassen. Auf diese Grundschicht wird das tote Tier gesetzt, entsprechend ausgerichtet und mit einer weiteren Schicht Gießharz bedeckt. Ist diese trocken, kommt die letzte Schicht Harz als Abschluss darauf. Von oben und unten betrachtet ergibt sich dadurch ein völlig homogener und transparenter Block, mit einem in beiden Achsen schön mittig platziertem Tier. Haltbar für die Ewigkeit.

lebendeinsekten2Solche Sammelmagazine haben häufig einen Ruch von „viel Krempel für viel Geld“. Das lässt sich im Fall der Insektensammlung nicht sagen. Im Abo kostet die erste Ausgabe 1,99€, ein Schnäppchen. Die weiteren Ausgaben schlagen mit 8,99€ zu Buche, was zwar kein Schnäppchen mehr ist, für das Gebotene aber durchaus angemessen. Zum Lieferumfang der späteren Ausgaben gehören Präsentationskästen für alle Blöcke. Abonnenten erhalten außerdem noch eine „Riesen-Vogelspinne“, ein Mikroskop (von dem wahrscheinlich nicht viel zu erwarten ist) und für eine 1€-Zuzahlung vier Sets mit präparierten Objektträgern.

Die komplette Sammlung besteht aus 85 Ausgaben. Das macht eine Gesamtsumme von 766€. Kein Pappenstiel. Aber meiner Recherche nach könnte man sich eine solche große und vor allem eine solche diverse Sammlung mit diesen 85 höchst unterschiedlichen Tieren gar nicht so einfach einzeln von irgendwo zusammenkaufen.

Kurzum: ausgehend von der ersten Ausgabe, kann ich diese Insektensammlung jedem Interessierten nur empfehlen. Eine ethische oder tierschutzrelevante Rechtfertigung spare ich mir an dieser Stelle, denn dazu gibt es schon andere gute Artikel.

Update

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Mittlerweile habe ich die ersten 7 Ausgaben sowie die ersten beiden Sammelkästen. Die Sammelkästen sind optisch durchaus ansprechend und somit gut zur Präsentation geeignet. Auf dem obigen Foto lassen sich die zwei unterschiedlichen Größen der Acrylblöcke erkennen, die die Sammlung enthält. Links ~7 x 4 cm und rechts ~11 x 4,5 cm. Die Präsentationsboxen für beide Größen haben die gleichen Maße.

Bugs wird eingestellt

bugsSoeben ist mit der inhaltlich reduzierten achten Ausgabe auch gleichzeitig die letzte Ausgabe des Wirbellosen-Magazins Bugs erschienen. Im Vorwort wird das Aus damit begründet, dass sich schlichtweg zu wenige Abonnenten gefunden haben. Ich bin seit der ersten Ausgabe dabei und bedauere das Ende sehr. Dass heutzutage Nischenmagazine es schwer auf dem Zeitschriftenmarkt haben, ist allerdings auch keine Überraschung. Zumal im gleichen Verlag diverse Terraristik- und Aquaristik-Magazine erscheinen, die regelmäßig Wirbellosen-Themen behandeln.

Bugs war ein hochwertiges Magazin mit interessanten Artikeln und tollen Fotos. Wem noch einzelne Ausgaben fehlen, der sollte sich beeilen. Einige Ausgaben sind bereits vergriffen.

Wolfspinne hat sich im Terrarium eingenistet

In einem meiner Tausendfüßer-Terrarien (Archispirostreptus gigas) hat sich eine Wolfspinne eingenistet. Welche Art genau, kann ich nicht sagen. Da sie wohl mit Laub/Erde/Moos eingeschleppt wurde, muss es ihr da schon seit einigen Monaten ganz gut gehen, denn in letzter Zeit habe ich dort kein neues Material eingebracht.

Wolfspinne

Wolfspinne im Terrarium, ca. 1 cm (anklicken für Großansicht)

Raussetzen oder drinlassen? Ich denke, die Spinne benötigt Winterruhe, die es in dem Terrarium nicht gibt (20 – 26° C, ~70%). Außerdem bin ich mir nicht ganz sicher, inwieweit die Spinne den Tausendfüßern gefährlich werden kann. Sie hat sich unter einer Korkrinde ein Gespinst angelegt, also dort, wo auch die Füßer sich gerne einmal zurück ziehen.