Archiv der Kategorie: Film

Versteckter Trash bei Amazon Video

Kürzlich ist mir zufällig aufgefallen, dass man auf Amazon Video Prime eine nicht unerhebliche Anzahl von Action-, Horror- und Eastern-Trash entdecken kann, der nur im englischen Original-Ton verfügbar ist. Scheinbar hat Amazon ein größeres Lizenzpaket von der Resterampe erworben. Darunter befinden sich obskure Kung-Fu-Klopper wie Fearleass Fighters von 1971, Troma-Filme und moderner Lowest-Budget-Horrorkäse.

Ich finde das sehr begrüßenswert, denn sich da durch zu klicken, kann sehr unterhaltsam sein. Leider gibt es auch zwei Haken:

1. Diese Filme zu finden, erweist sich als Geduldsspiel, da keine eigenen Rubriken für diese Art von Filmen existieren. Die asiatischen Martial-Arts- und Action-Streifen sind beispielsweise einfach unter Action & Abenteuer abgelegt. Man kann also nicht einfach mal eben so durchzappen.

2. Die Qualität schwankt und ist teilweise unansehnlich schlecht. So etwas Verwaschenes und Unscharfes wie Iron Angels 3, hätte ich mir nicht mal zu VHS-Zeiten angetan.

 

Bei meinem Trip durch den Amazon-Untergrund bin ich auch auf vier Dokumentationen gestoßen, die ich noch erwähnen will.

VHS Massacre: Cult Films and the Decline of Physical Media

Ein Blick auf das Verschwinden der physischen Medien, hier speziell VHS, und die Auswirkungen auf Indie- und Kultfilme.

 

Monster Madness: The Gothic Revival of Horror

Eine Doku über die Horrorfilme der Hammer-Filmstudios. Neben den obligatorischen Trailern und Clips, enthält die Doku interessante Interviews aus den 1990er Jahren.

 

Christopher Lee – A Legacy of Horror and Terror

Passend zur Hammer-Dokumentation. Hierbei handelt es sich um einen Mitschnitt von Christopher Lees Auftritt auf der Monster Rally convention in Crystal City, 1999.

 

Pulp Fiction: The Golden Age of Storytelling

Eine Dokumentation über Pulp Fiction. Nein, nicht Tarantinos Film, sondern die guten alten Romanhefte sind gemeint. Mit 50 Minuten etwas kurz, aber insgesamt ein guter Überblick mit Statements von Veteranen einschließlich Ray Bradbury, der ebenfalls als Pulp-Autor seine Karriere begann.

Schöne Langeweile bei James Bond

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Kürzlich ist mir aufgefallen, dass Spectre bereits via Heimvideo erhältlich ist und ich nicht einmal den Vorgänger Skyfall gesehen habe. Ja, James Bond steht schon länger nicht mehr auf meiner Prioritätenliste. Und dabei war ich einmal ein großer James-Bond-Fan. Ich bin quasi mit James Bond aufgewachsen. Wie konnte es soweit kommen?

Der Lack ist ab

Mein Bruch mit Bond ereignete sich beim Darsteller-Wechsel von Pierce Brosnan zu Daniel Craig. Zu dieser Zeit, und speziell während der ersten beiden Craig-Bonds Casino Royale und Quantum of Solace, ist mir bewusst geworden, dass sich das Bond-Konzept überholt hat – oder ich dem Konzept einfach entwachsen bin, wie immer man es auch sehen möchte.

Während der Pause zwischen der Brosnan- und Craig-Phase startete die Jason-Bourne-Reihe mit Matt Damon. Nicht zu vergessen, dass bereits zehn Jahre vor Casino Royale, also noch während Brosnan als Bond aktiv war, Tom Cruise mit Mission: Impossible auf der Leinwand erschien. Diese beiden Filmreihen haben dazu beigetragen, dass James Bond bei mir in Wichtigkeit und Ansehen gesunken ist. Die Filme mit Jason Bourne und Ethan Hunt haben all das, was Bond auch hat: Geheimdienstkonflikte, Verschwörungen, Superschurken, brachiale Action, Gimmicks, schöne Frauen, exotische Locations, setzen aber in allen Belangen noch ein Extra oben drauf. Sie sind zeitgemäß und speziell Jason Bourne überzeugt durch bonduntypische Rohheit.

Das Fernsehen soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Im extremen Klima von 9/11 startete und gedieh die Serie 24, die in vielen Aspekten Standards setzte. Später kamen exzellente Geheimdienstserien wie Rubicon und Homeland hinzu, die mit packender Spannung, komplexen Geschichten und mit – zumindest in Teilen – erschreckendem Realismus glänzen. Im Angesicht dieser frischen Ideen, hat es ein 50 jahre altes Franchise verdammt schwer, vor allem dann, wenn es wie James Bond zwar regelmäßig die Hauptdarsteller auswechselt, im Kern aber stets die gleichen Geschichten erzählt – und diese auch noch nach Blaupause abarbeitet.

Auftritt Daniel Craig

Im Vorfeld war verheißungsvoll von einem Reboot die Rede und es wurde ein James Bond so hart wie nie zuvor versprochen. Ja, Craig hat tatsächlich einen völlig anderen Auftritt hingelegt als Brosnan. Aber es liegt in der Natur der Sache, dass jeder Bond-Darsteller anders aussieht und sich anders darstellt als der vorherige. Inhaltlich und filmisch ändert sich hingegen wenig.

Nach dem nicht schlechten, aber auch nicht besonders beeindruckenden Casino Royale, kam es mit Quantum of Solace sehr viel ärger. Der Film war für mich solch ein Desaster, dass ich den Film mittlerweile vergessen habe. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde versucht, die Action mit schnellen Schnitten, Gewackel und Close-Ups dynamischer zu gestalten, was aber mit totaler Unkenntlichkeit der Szenen einherging. Eine belanglose Story und ein besonders blasser Bösewicht gaben dem Film den Rest.

Skyfall und Spectre

Nun habe ich das Wochenende genutzt, um mich auf den neusten Stand in Sachen James Bond zu bringen. Skyfall und Spectre standen an – und keiner der beiden Filme hat mich wirklich begeistert. Ich bin mir nicht mal sicher, ob sie bedeutend besser sind als die beiden Vorgänger. Die Geschichten sind zumindest marginal unterhaltsamer, auch wenn man geteilter Meinung sein kann über die Idee, die gesamte Historie der Figur James Bond auf den Oberschurken Blofeld zu reduzieren, wie es in Spectre getan wird.

Auffällig ist, dass alle Figuren einschließlich Bond, M, Q und Bösewichte – immerhin gespielt von Jarvier Bardem und Christoph Waltz – Charisma vermissen lassen. Sie agieren vor schöner Kulisse wie seelenlose Marionetten. Speziell Daniel Craig, der nun schon seit einiger Zeit öffentlich verlauten lässt, dass er eigentlich gar keine Lust mehr auf Bond hat, sieht man den Verfall über den Zeitraum der Filme erschreckend deutlich an. Dass er älter geworden ist, ist nur natürlich, aber er scheint von Film zu Film immer weniger Interesse an dem zu haben, was er da eigentlich macht. Wieso bin ich bloß hier? Ach ja, ich kassiere 50 Millionen Euro für den Scheiß. Augen zu und durch.

Bardem und Waltz spielen ihre Rollen überdreht, was nicht unüblich für Bond-Schurken ist, aber eine echte Tiefe lassen sie auch nicht erkennen. Zumal wird Beiden ein unspektakuläres Ende zuteil, und man fragt sich, ob es das nun gewesen sein soll mit diesen Verbrecher-Genies.

Was die Bond-Girls betrifft, gibt es sowohl in Skyfall als auch in Spectre eine Neuigkeit. Moneypenny, gespielt von Naomie Harris, darf in Skyfall zusammen mit Bond an einer Mission teilnehmen. Allerdings dauert ihr Einsatz genauso lange wie der Teaser. Dann schießt sie versehentlich Bond an und kehrt an den Schreibtisch zurück. Irgendwie sinnlos. In Spectre spielt mit Monica Bellucci erstmals ein Bond-Girl mit, das älter als der Bond-Darsteller ist. Ihr kurzer Auftritt wird immerhin damit gerechtfertigt, dass Bond von ihr eine wichtige Information erhält. Aber nach der obligatorisch zusammen verbrachten Nacht (dank ab-12-Freigabe nur minimal angedeutet) ward sie nicht mehr gesehen. Dann ist da auch noch Léa Seydoux, die Bond doch tatsächlich einmal das Leben retten darf, darüber hinaus aber auch nur als schöne Stichwortgeberin dient. Diese belanglosen Frauenrollen kann man den Filmen nicht einmal übel nehmen, da, wie erwähnt, alle Figuren irgendwie flach wirken.

Bei den Actionszenen gibt es Licht und Schatten. Spectre überrascht noch mit einer gut gemachten Teasersequenz (lange Kamerfahrt ohne Schnitt Bond folgend), die allerdings in einer wenig überzeugenden Helikopter-Eskapade vor Greenscreen endet. Warum ein 250-Millionen-Dollar-Film nur mittelmäßige CGI hinbekommt, ist ein Rätsel. Später im Film sehen wir eine Flugzeug-Auto-Verfolgungsjagd mit realen Effekten, die bedeutend authentischer wirkt. In Skyfall hingegen wird eine altbackene Vefolgungsjagd aufgetischt, bei der Autos in Obststände krachen. Das war schon in den 1980er Jahren nicht mehr originell. Es ist ohnehin auffällig, dass große Standard setztende Actionszenen, etwas, für das James Bond eigentlich einmal stand, nicht mehr so wirklich vorkommen. Insbesondere im Vergleich zu anderen Filmen des modernen Actionkinos wirken Bond-Filme mittlerweile etwas behäbig. Die Theorie, dass das auch mit dem Regisseur zu tun haben könnte – Sam Mendes sei ein fantastischer Dramaregisseur, der vom Theater kommt, könne aber keine Action –  trifft es nicht wirklich, denn die Bond-Filme werden mit der Unterstützung von etlichen Second, Third und Assistant Unit Directors gedreht. Ein Regisseur alleine, kann einen solchen Film gar nicht stemmen. Das Problem scheint mir eher schon in den Drehbüchern begründet.

Eines muss man beiden Filmen lassen: Sie sehen unglaublich gut aus, Kamerabilder, Sets, Locations, alles schwelgt in opulentem Hochglanz. In der Welt von Bond scheint es gar keinen Dreck, Müll oder Staub zu geben. Selbst das explodierte MI6-Gebäude erinnert eher an hippe Sichtbeton-Ästhetik als an eine entkernte Ruine. Wie das Durchblättern eines Werbekatalogs, wird aber auch diese dauerschöne Optik irgendwann langweilig.

Ausblick

Ich werde mir auch den nächsten Bond-Film anschauen, allerdings bin ich nicht sonderlich gespannt auf ihn. Interessant finde ich die Frage, ob Craig sich noch einmal bewegen lässt, die Doppelnull zu spielen. Winkt erneut ein 50-Millionen-Scheck, dann stehen die Chancen nicht schlecht. Ich würde allerdings begrüßen, wenn er die Rolle endgültig abgibt anstatt sich durch einen weiteren Film des Geldes wegen zu quälen.

Hinter den Kulissen läuft angeblich schon mal vorsichthalber die Suche nach einem neuen Schauspieler. Öffentlich kursieren Namen wie Idris Elba und Tom Hiddleston. Zudem hat sich Gillian Anderson als zukünftige „Jane Bond“ selbst in die Diskussion  gebracht. Gute Namen, von denen keiner der oder die nächste Bond wird, wage ich zu behaupten. Dagegen spricht, dass bisher niemals ein Schauspieler Bond wurde, dessen Name zuvor bereits öffentlich die Runde machte. Ich würde durchaus gerne Idris Elba sehen. Der Mann ist ein guter Schauspieler mit dem Format und der nötigen Coolness für einen James Bond. Allerdings befürchte ich, die Verantwortlichen trauen den Zuschauern keinen schwarzen Bond zu. Auf der anderen Seite wurden bereits sowohl Felix Leiter als auch Moneypenny von schwarzen Schauspielern dargestellt. Das lässt hoffen.

Tom Hiddleston ist in die öffentliche Diskussion gerutscht, weil er kürzlich eine bondähnliche Rolle in der Mini-Serie The Night Manager spielte. Ob er aber ein Franchise über mehrere Filme tragen könnte, wenn er sich dabei stets mit seinen Vorgängern vergleichen lassen müsste? Ich weiß es nicht.

Eine Jane Bond anstelle von James Bond wird es nicht geben. Dazu ist James Bond einfach zu erfolgreich. Eine zusätzliche Filmreihe mit einer weiblichen Heldin wäre eine Option. Aber ich bin mir nicht sicher, ob sich Gillian Anderson oder jede andere Schauspielerin mit einer weiblichen Kopie von James Bond einen Gefallen tun würde. Viel angebrachter wäre es, wenn stattdessen ein neues originales Format entwickelt würde, welches von Anfang an auf eine weibliche Titelrolle zugeschnitten wäre. Das ist sowohl dem Film als auch der Schauspielerin viel dienlicher und beugt außerdem der unausweichlichen Kritik der James-Bond-Fanboys vor. Meine Empfehlung für eine Vorlage für eine solche Filmreihe ist die Comic-Serie Velvet von Ed Brubaker und Steve Epting. Diese enthält zwar viele Reminiszenzen an Bond und das Spyfilm-Genre insgesamt, bringt aber eine völlig eigene Dynamik ins Spiel. Zudem besitzt die Titelheldin Velvet Templeton eine mehr als 30 Jahre umspannende persönliche Historie, die bis in die Nachkriegszeit zurückreicht (ja, der Comic spielt in den 1970er Jahren). Wir sehen hier eine echte Charakterentwicklung, die es in den Bond-Filmen praktisch nie gab.

The End

Als Fazit muss ich das unterstreichen, was ich bereits eingangs schrieb: James Bond ist für mich nicht mehr relevant. Alles hat seine Zeit und Bonds Zeit ist vorbei, zumindest in dieser Form. Ich weiß, Millionen von Kinobesuchern sehen das anders. Hier kommt vermutlich eine Sehnsucht nach Beständigkeit zum Tragen. Wenn man in einen Bond-Film geht, weiß man, was einen erwartet. Solange die Filme so viel Geld einspielen, wird sich an der generellen Ausrichtung nichts ändern. An dieser Stelle kann man die Frage stellen, ob  es überhaupt einen radikalen Wandel bei James Bond braucht. Wie oben erwähnt, existieren heutzutage schließlich genügend Alternativen. James Bond ist in dieser Hinsicht wie eine alternde Rockband. Seit Jahrzehnten da, solides Handwerk, keine Überraschungen, keine Veränderungen, dennoch füllt sie Stadien. Uhrwerksgleich läuft die Kommerzmaschine.

Was immer auch in den nächsten Jahren passieren wird, eines ist sicher:
James Bond will return.

Lost Adult Theaters of New York: Then and Now

Lost Adult Theaters of New York

Das seit einigen Jahren bestehende Blog The Rialto Report veröffentlicht mit unermüdlicher Beständigkeit erstklassige und sehr gut recherchierte Artikel zum klassischen – vorwiegend amerikanischen – Pornofilm der 1970er und 1980er Jahre. Exklusive Interviews mit Stars und Machern, unterhaltsame Podcasts, Fotoreportagen über Filmlocations und einzigartiges Archivmaterial runden das Angebot ab.

Der neuste Beitrag, der mich das rührige Blog hier erwähnen lässt, ist Lost Adult Theaters of New York: Then and Now. Ein wunderbarer Blick zurück auf die vielen Sex- und Grindhouse-Kinos, die in den 70ern und 80ern rund um den Times Square zu finden waren. Gleichzeitig gibt es zu jedem Kino ein vergleichendes Foto aus der heutigen Zeit, was sehr schön zeigt, wie sich die Orte verändert haben. Keine Frage, dass von den ganzen Kinos heute kein einziges mehr existiert.

Bonus-Lesetipp: Who was Navred Reef? (And What Happened to Him?). Ein spannender Artikel über den umtriebigen Pornofilmer Navred Reef, der groß ins Geschäft mit gefälschten Kreditkarten einsteigt und aufgrund fataler Verstrickungen mit der Mafia am Ende mit seinem Leben bezahlt. Irre Geschichte, die hoffentlich eines Tages mal verfilmt wird.

An der Schwelle vom Stumm- zum Tonfilm

Es ist selbstverständlich, dass die Aufnahme solcher Tonfilme eine besondere Kunst ist, die Zeit braucht, um sich zu entwickeln. Erst dann wird man vollkommen berurteilen können, welche Höchstleistungen zu erzielen sind. Ich bin überzeugt, dass schon in durchaus absehbarer Zeit jeder Leser imstande sein wird, sich selbst ein Urteil über die Leistungsfähigkeit des Sprechfilms zu bilden.

– Dr. Werner Bloch, 1923

Ich habe im Kosmos-Handweiser für Naturfreunde zwei interessante Artikel zum Thema Tonfilm gefunden und eingescannt. Mit verschiedenen Verfahren, Bild und Ton zusammenzubringen, wurde zwar schon lange experimentiert, aber erst Anfang der 20er Jahre kam das praktikable Lichttonverfahren auf, dass in den Jahren 1921 und 1922 einer größeren Öffentlichkeit präsentiert wurde. Im folgenden Artikel von 1923 wird dieses Verfahren erklärt.

 

Mit der Lösung der grundsätzlichen technischen Aufgaben ist es freilich noch nicht getan. Nun muss der psychologische Ausbau einsetzen. Der Tonfilm als innige Vereinigung von Hören und Sehen hat seine eigenen Möglichkeiten, aber auch seine eigenen Gesetze. Hier endet das Gebiet des Technikers, und das Reich der Dichter und Künstler beginnt. Sie müssen den neuen Tonfilm schaffen, der einer verwickelten Apparatur erst das rechte Leben bringt.

– A. Stüler, 1929

Der zweite Artikel ist von 1929. Zu dieser Zeit waren die Kinderkrankheiten des Lichttons ausgemerzt und der Tonfilm befand sich auf dem besten Weg, den Stummfilm abzulösen. Der Artikel gibt einen kurzen Abriss zum Stumm- und Tonfilm und erklärt in vereinfachter Form das Lichttonverfahren.

Tatort im Scope-Format (Teil 2)

Letztes Jahr habe ich mich hier im Blog noch über das breite Bildformat im Verhältnis 2,40:1 des zweiten Frankfurter Tatorts gewundert und ein einmaliges Stil-Experiment vermutet. Vor Kurzem ist der dritte Frankfurter Tatort ausgestrahlt worden (Die Geschichte vom bösen Friederich). Und zwar ebenfalls in 2,40:1. Es scheint so, als wolle man beim Frankfurter Tatort einen Kinolook etablieren. Und in der Tat fällt diesmal nicht nur das breite Widescreen auf, sondern auch die elegante Kamera und die dezent eingesetzten Kameraspielchen.

Gleich zu Beginn sehen wir eine dreieinhalbminütige Steadycam-Fahrt ohne Schnitt, die die zwei Ermittler am Tatort verfolgt:

 

Pointierte Zooms werden eingesetzt (Bilder anklicken für Animation):

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Szenen mit interessantem Bildaufbau (Bilder anklicken für Animation):

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Weitere Screenshots:

 

Deutscher Titelquatsch: Nord bei Nordwest

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Die ARD hat eine neue Krimireihe namens Nord bei Nordwest im Programm. Zwar ist die Reihe bereits vor einem Jahr gestartet, aber offenbar wird nur eine Folge pro Jahr produziert. Damit ist das Ganze mehr oder weniger neu.

Was mich stutzig macht, ist der Titel. Oh ja, Hitchcock, der Meister! Der unsichtbare Dritte heißt im Original North by Northwest. Aber bekanntermaßen ergibt der Titel schon bei Hitchcock wenig Sinn. Die Himmelsrichtung north by northwest existiert nicht. Es gibt verschiedene Fan-Theorien zur Bedeutung des Titels; und Hitchcock selbst äußerte sich in dem berühmten Interview mit Peter Bogdanovich. Demnach verkörpert der Titel den ganzen fantastischen Charakter des Films, eben weil die Richtung north by northwest eine Illusion ist. Immerhin aber stimmt die Syntax. Im Englischen werden die Kompasspunkte über die Himmelsrichtungen und die Präposition by gebildet.

Im Deutschen hingegen wird die Präposition zu verwendet. Korrekt inkorrekt müsste der deutsche Titel also Nord zu Nordwest heißen, was zugegebenermaßen noch bescheuerter klingt. Das Ganze kann man natürlich unter künstlerischer Freiheit abhaken. Zumal die Krimis an der Ostsee spielen, was den Titel noch kurioser erscheinen lässt.

Nachdem ich mich kleinkariert zum Titel ausgelassen habe, noch ein Wort zu der Krimireihe selbst, die rein gar nichts Hitchcockiges an sich hat. Nord bei Nordwest ist ein gemächlicher, nicht unsympathischer Provinzkrimi mit leichtem Humor und sprödem Ostsee-Flair. In manchen Szenen ist die Reihe allerdings auch leider näher an Pilcher dran als an Tatort. Nur die gute Besetzung rettet dann Nord bei Nordwest vor der Belanglosigkeit. Es ist mal wieder das typisch öffentlich-rechtliche Problem. Man hat eine gute Idee, schöne Locations und überzeugende Schauspieler, bleibt dann aber mutlos bei der Umsetzung. Sprechende Papageien names Captain Hook und Wikingerflüche? Das klingt eher nach den Drei Fragezeichen. Selbst die Mädchenhändler, die hier einen armen Bauern foltern und in der Gegend rumballern, erscheinen nicht wirklich bedrohlich. Alles Durchschnitt also? Nee, der Titel, der fällt aus dem Rahmen.

Quentin Tarantino nutzt noch VHS-Kassetten

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In einem Interview im Buch I Lost it at The Video Store, gesteht Tarantino, dass er immer noch Filme aus dem Fernsehen auf VHS aufnimmt. Von Streaming und digitalen Aufzeichnungen hält er demnach gar nichts.

Auf der anderen Seite steht Darren Aronofsky, der Netflix und co. gegenüber aufgeschlossen ist, und für seinen Film Noah gar einen Sound-Mix speziell für iPhone und iPad angefertigt hat. Für Tarantino ist dies verständlicherweise „das Deprimierendste, was er je gehört hat“.

VHS-Tapes aus Sentimentalitätsgründen und eventuell wegen der Cover zu sammeln, ist eine Sache, aber aus dem Fernsehen auf VHS aufzuzeichnen, ist doch eine Qual. Zuletzt ist da auch noch die limitierte Qualität von VHS. Ich bin jedenfalls froh, dass VHS Geschichte ist. Ich habe ich mich schon vor ungefähr 12 Jahren von allen meinen VHS-Kassetten getrennt.

Meine allerersten Amazon-Einkäufe und das Golden Age of Online-Shopping

Amazon feierte kürzlich zwanzigjähriges Jubiläum. Ein Grund, einmal auf meine allerersten Amazon-Käufe zurückzublicken. Immerhin dafür ist die Datensammelei von Amazon gut. Die komplette Bestellhistorie der Nutzer ist bis auf alle Ewigkeiten einsehbar und hilft damit, sich in verträumter Nostalgie daran zu erinnern, wie das so war, als die Einkaufsmöglichkeiten plötzlich grenzenlos wurden und das Internet das Konsumverhalten nachträglich veränderte. Während das Internet vorher schon zur uneingeschränkten Informationsbeschaffung diente, konnte man plötzlich auch Produkte von überallher beziehen. Ein Meilenstein, der damals so von den meisten noch gar nicht erkannt wurde.

Die ersten Amazon-Bestellungen

amazondeWährend amazon.com den Geschäftsbetrieb 1995 aufnahm, eröffnete der deutsche Ableger amazon.de erst 1998. Meine erste Bestellung erfolgte im folgenden Jahr. Ich las viel von Clive Barker und Imagica war eines der Bücher, die mir noch fehlten. Ein eher kurioser Kauf war Wie man einen verdammt guten Roman schreibt 2. Aber zusammen mit Band 1 bot dieses Werk eine durchdachte Analyse, was eine gute Geschichte auszeichnet und wie Dialoge und Charaktere funktionieren. Auch für nichtschreibende Romanleser durchaus interessant.

amazonukDie erste Bestellung bei den Engländern von amazon.co.uk tätigte ich knapp ein Jahr nach meiner ersten Bestellung bei amazon.de. Warum ich The Essential Movie Monster Guide direkt in England bestellt habe, kann ich heute nicht mehr genau sagen. Ich nehme an, es lag schlicht daran, dass es kein deutscher Anbieter im Angebot hatte. Von dem heutigen Standard, dass jedes englischsprachige Buch überall verfügbar ist, konnte man damals nur träumen.

amazoncomMeine erste Bestellung beim amerikanischen amazon.com erfolgte fünf Jahre nach dessen Eröffnung. Ich war zu dieser Zeit im großen DVD-Fieber und viele interessante Veröffentlichungen gab es nur im Ausland, speziell in den USA. Die Limited Editions von Anchor Bay und die DVDs der Criterion Collection waren quasi ein Muss für den Sammler. Entsprechend enthielt auch meine erste Bestellung gleich zwei dieser Schätze: Evil Dead II in der Blechbox von Anchor Bay und Carnival of Souls von Criterion. Dazu das schöne Double-Feature mit den Klassikern The Fly und Return of the Fly. Die limitierten Blechboxen von Anchor Bay waren damals etwas ganz Neues und jeder musste sie haben, auch wenn Limitierungen von bis zu 50.000 Stück eher nach Witz klangen. Die Preise waren in Ordnung, selbst ohne die damals in Massen auftauchenden Gutscheine. Ein weiterer Vorteil dieser Zeit war es, dass viele kommerzielle Sendungen ungeprüft durch den Zoll gingen. Heute dagegen muss man bei allen Bestellungen aus dem Nicht-EU-Ausland mit Zoll und Einfuhrumsatzsteuer rechnen (grob 20% Aufschlag). Von den Blechboxen, ich besaß nahezu alle, konnte ich mich, teilweise mit Gewinn, rechtzeitig wieder trennen, bevor die DVD-Preise in den Keller rauschten, weil die DVD zum Mainstream-Medium wurde.

amazonfrAuch die französische Dependance amazon.fr wurde von mir öfter für die DVD- und später auch Buchbestellung genutzt. Bei der ersten Bestellung im Jahr 2001 handelte es sich um die formidable Crying Freeman Limited Edition DVD. Es ist bis heute eine der wenigen Veröffentlichungen des Films im Original-Bildformat von 2,35:1.

amazoncaAuch Kanada war zu dieser Zeit schon ein Land mit guten Bestellmöglichkeiten. Oftmals konnte man hier Produkte günstiger als aus den USA beziehen und Bücher sogar günstiger als beim Direktkauf in Deutschland. Meine erste Bestellung bei amazon.ca erfolgte 2003 und beinhaltete die drei Bücher: The Classic Era of American Pulp Magazines, The Art of Noir und Julie Strains Greatest Hits. The Art of Noir, ein im Überformat gedrucktes Hardcover gefüllt mit den schönsten Postern aus dem Film-Noir-Genre, kann ich auch heute noch zu meinen Lieblingsbüchern zählen. Bei dieser Bestellung sparte ich damals ungefähr 40% gegenüber einem Kauf in Deutschland.

amazonjpSchließlich gibt es noch den japanischen Ableger amazon.co.jp, bei dem ich verhältnismäßig spät erstmalig bestellt habe, nämlich in 2005. Japan ist ein teures Pflaster, der Yen steht immer ungünstig. Daher bestelle ich dort nach wie vor nur, wenn es keine Alternative gibt. Meine erste Bestellung waren die zwei Fotobücher 眠る 松雪泰子 (Übersetzungsversuch: Yasuko Matsuyuki schläft) und 最後に見た風景 (Übersetzungsversuch: Die letzten gesehenen Landschaften – englischer Titel allerdings: Landscapes with a Corpse) von Izima Kaoru. Letzteres konnte ich später nochmals als Galerieexemplar mit Original-Autogramm erwerben, so dass das bei Amazon gekaufte Buch bei eBay gelandet ist.

Goldene Zeiten

Meine internationale Shopperitis startete mit den DVDs. Das DVD-Fieber grassierte Ende der 90er/Anfag der 2000er Jahre unter den Filmfans und speziell die amerikanischen Online-Shops fuhren die größten Geschütze auf, um Umsatz zu generieren: Coupons, Vouchers, Rebates, Sales! Wir Nutzer wurden förmlich zugeschüttet mit Coupons und konnten uns vor Rabatten nicht retten. Gutscheine sind auch heute nichts Unbekanntes. Aber wer die Zeiten nicht miterlebt hat, kann sich über die Ausmaße der damaligen Rabattschlacht keine Vorstellung machen. Nicht nur amazon.com drückte 5-, 15- und 25-Dollar-off-Coupons ins Internet als gäbe es kein Morgen – nicht selten bekam man bei Bestellungen direkt einen neuen Coupon fürs nächste Mal ausgehändigt – auch die Konkurrenz versuchte Besteller mit Coupons und Rabatten zu ködern.

Amazons große Konkurrenz im DVD-Geschäft waren spezialisierte Film-Shops wie reel.com (nicht mehr existent) und dvdexpress.com (wurde später zu express.com, heute nicht mehr existent). Auch diese wollten nicht nachstehen und veröffentlichten massig Coupons und überboten sich gegenseitig mit Rabatten. Darüberhinaus tauchten kuriose Geschäftsmodelle auf, die noch mehr Rabatte versprachen. BrandsForLess.com (nicht mehr existent) war so ein Ding, über das man sich heute nur noch wundern kann. BrandsForLess fungierte als Vermittler zwischen Kunde und angeschlossenen Shops wie beispielsweise dvdexpress.com. Der Nutzer füllte bei BrandsForLess ein Free-Shipping-Formular aus und schloss seine Bestellung wie üblich bei dvdexpress.com ab. BrandsForLess kassierte von dvdexpress.com eine Vermittlungsgebühr und erstattete dem Nutzer die bei dvdexpress.com angefallenen Versandkosten zu 100%. Dass dieses Geschäftsmodell nicht wirklich tragfähig ist, leuchtet ein. BrandsForLess musste irgendwann schließen, allerdings nicht, bevor ich Schecks im Wert von mehreren hundert Dollar bei meiner Bank eingelöst hatte. Goldene Zeiten? Irre Zeiten!

Gescheiterte Shops und geprellte Kunden

Leider erinnere ich mich nicht mehr an meine erste Internetbestellung überhaupt. Ich glaube, es könnte 1998 ein Buch von buch.de gewesen sein. Manche Menschen pflegen ihre 20 Jahre alte Email-Korrespondenz. Ich leider nicht. Seitdem habe ich rund um die Welt online eingekauft; England, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, Schweiz, Polen, Russland, Hong Kong, Japan, Südkorea, Thailand, USA, Kanada, Brasilien und vielleicht noch ein paar Länder mehr waren dabei. Probleme während der gesamten 17 Jahre des ungezügelten Online-Shoppings? Das ist das eigentlich Verblüffende: so gut wie keine. Mal eine kaputte CD-Hülle, mal eine Lieferverzögerung und ähnliche Kleinigkeiten. Nicht selten wurde man dafür wiederum mit einem neuen Coupon beglückt. Shops in Übersee machten sich oft gar nicht erst die Mühe, ein beanstandetes Produkt zurück zu fordern, es wurde einfach neu verschickt. Das kann ohnehin festgestellt werden: egal, wo ich bestellt habe, der Kundenservice war auch in den Anfangszeiten schon sehr ausgeprägt, speziell bei den internationalen Versendern. Der deutsche Markt scheint mir etwas länger gebraucht zu haben, dieses Niveau zu erreichen. Es liegt Nahe, dass dies zum Teil auch Amazon zu verdanken ist, die vorgemacht haben, wie es geht.

Doch nicht alle Nutzer hatten so viel Glück. Ich habe im Lauf der Zeit etliche Online-Händler kommen und gehen sehen. Manche sind mit Pauken und Trompeten untergegangen und haben hunderte von geprellten Kunden zurückgelassen. Ein etwas bekannterer Fall war der des kanadischen Versenders dvdsoon.com. Für eine geraume Zeit war dies ein zuverlässiger Händler mit sehr günstigen Preisen. Zu günstig vermutlich. Rabattierte Preise von 6 Dollar für eine DVD-Neuerscheinung waren keine Seltenheit. Der Untergang kündigte sich mit DVDs an, die als lagernd aufgefürt waren, aber auch nach Wochen nicht abgeschickt wurden. Durch Vertröstungen beruhigt, bestellten viele Nutzer weiter oder warteten geduldig bis sie vom großen Finale überrascht wurden: der Händler verkündete seine Involvenz.

Online über alles

Das war vor 10 Jahren. Heute hat sich die Situation weitgehend normalisiert. Läden gehen zwar immer noch Pleite und Online-Shops versprechen die besten Preise vom Himmel, aber die Coupon-Flut ist auch bei den amerikanischen Versendern schon lange versiegt. Ich bestelle mehr denn je online, auch international. Allerdings keine DVDs/Blu-rays und nur wenige CDs, da ich dem physikalischen Medium praktisch abgeschworen habe. Dafür so gut wie alles andere. Und es wird nicht weniger werden. Mit der Allverfügbarkeit ist dem Online-Einkauf aber heute auch das Besondere verloren gegangen. Nach neusten Erhebungen kauft über 75% der deutschen Bevölkerung online ein. Wie das Internet, ist auch der Interneteinkauf zur normalsten Sache geworden. Uns Einkaufspionieren bleibt, dass wir mit zu den Ersten gehörten und dass wir damals schon – zumindest in Ansätzen – geahnt haben, dass daraus einmal ein großes Ding wird. Auf die nächsten 17 Jahre Online-Einkauf.

Der echte Schädel im Horrorfilmklassiker The Skull (1965)…

…und was der Marquis de Sade damit zu tun hat.

skull1skull3skull5 skull6Der eine oder andere wird vielleicht schon mein Tumblr-Posting gelesen haben. Der Vollständigkeit halber schreibe ich auch hier etwas dazu. Dass im Horrorfilmklassiker The Skull (deutscher Titel: Der Schädel des Marquis de Sade) ein echter Schädel zum Einsatz kam, hat scheinbar bisher noch niemand für erwähnenswert gehalten. Der Authentizität hat es gedient, denn die Schädelmodelle, die man sonst in Filmen dieser Zeit sieht, wirken meist nicht besonders überzeugend. Das lässt sich auch ganz gut bei The Skull erkennen, wenn der Schädel durch den Raum fliegt. Für diese Effektszenen wurde nämlich auf ein Filmrequisit zurückgegriffen, wie man im folgenden Bild erkennen kann. Man beachte die wenigen Details auf der Außenseite und die fehlenden Öffnungen in den Augenhöhlen:

skull7Eine weitere interessante Bewandnis gibt es zu entdecken. Obwohl der Schädel im Film den Schädel des Marquis de Sade darstellen soll – der von einem bösen Geist besessen ist und den Besitzern nur Wahnsinn und Tod bringt – deuten die kranialen Merkmale eher auf einen weiblichen Schädel hin. Die Produktion hat vermutlich den nächstbesten Schädel verwendet, der zur Verfügung stand. Es gab offensichtlich auch nur diesen einen Schädel, denn der Schädel ist in allen Szenen stets der selbe. Daher hat man vermutlich bei den „riskanten“ Flugszenen auch ein Requisit verwendet und den echten Schädel geschont.

Naheliegenderweise hat mich der Film dazu animiert, mal nachzuschauen, was eigentlich aus dem echten Marquis de Sade geworden ist, oder eher: aus seinen sterblichen Überresten. Es stellt sich heraus, dass de Sades Körper kurz nach seinem Tod von einem Doktor namens L.J. Ramon exhumiert und der Schädel zwecks phrenologischer Untersuchungen mitgenommen wurde. Ramon gelang es, einen Abdruck des Schädels zu nehmen, bevor ein deutscher Doktorkollege mit dem Schädel verschwand. Während de Sades Schädel bis heute verschwunden bleibt, befindet sich der Schädelabdruck heute im Musée de l’Homme in Paris (Quelle).

Die phrenologischen Untersuchungen ergaben übrigens recht widersprüchliche Eigenschaften. Während Ramon, der mit de Sade vor dessen Tod befreundet war, anhand des Schädels keine „Bösartigkeit oder Aggressivität und keinen exzessiven erotischen Trieb“ feststellen konnte, will ein Kollege an dem Schädel klare Merkmale für „Wahnsinn und einen zügellosen Menschen wie Nero“ erkannt haben, der geradezu prädestiniert war für „blutige Ausschweifungen“. Es erübrigt sich, zu erwähnen, dass dIe moderne Wissenschaft die Phrenologie weitgehend als obsolet und inakkurat entlarvt hat.

Tatort im Scope-Format

Tatort - Hinter dem Spiegel 1 Tatort - Hinter dem Spiegel 3 Tatort - Hinter dem Spiegel 2 Tatort - Hinter dem Spiegel 6 Tatort - Hinter dem Spiegel 4

Ich schaue gerade den neuen Frankfurter Tatort, Hinter dem Spiegel, und bin einigermaßen über das extrem breite Bild überrascht. Wir sehen hier ein Seitenverhältnis von 2,40:1, also klassisches Kinobildformat.

Der vorherige, und gleichzeitg erste, Frankfurter Tatort lief noch in 1,78:1 (=16:9). Ich nehme an, es handelt sich um ein einmaliges Stil-Experiment. Das ist gelungen, einige Szenen haben durchaus einen schönen Bildaufbau, der durch das breite Bild profitiert.