Archiv der Kategorie: Bücher

Hard Case Crime – Comics!

Seit über 10 Jahren erscheinen unter dem Label Hard Case Crime Krimiromane von namhaften Autoren. Neue Geschichten im klassischen Hardboiled-Stil. Fans dieser Reihe und solche, die es werden wollen, können sich nun auch über Hard-Case-Crime-Comics freuen, die bei Titan Comics erscheinen. Autoren der Buchreihe liefern hierzu Geschichten, die noch nicht in Romanform erschienen sind.

Bisher sind drei inhaltlich und grafisch sehr unterschiedliche Serien veröffentlicht worden, die mir allesamt sehr gut gefallen:

1: Peepland

Spielt im Rotlichtmilieu von New York, 1986. Als der Times Square schmuddelig und jeder zweite Laden ein Pornokino oder Striplokal war. Leichen, Erpressung, Korruption.

2: The Assignment

Ein Profikiller wird entführt, betäubt und erwacht Monate später umoperiert als Frau. Zugegeben, das ist etwas weit hergeholt, aber wenn man sich darauf einlässt, irre gut.

3: Triggerman

Klassische Gangster-Ballade der 1930er Jahre. Ursprünglich von Walter Hill als Drehbuch verfasst, aber nie als Film realisiert.

Im Laufe des Jahres erscheinen drei weitere Serien: Quarry, Normandy Gold und Millenium: The Girl with the Dragon Tattoo. Besonders bin ich auf Quarry gespannt, denn die auf der Buchreihe basierende Fernsehserie hat mich letztes Jahr ziemlich begeistert.

 

 

Kostenlose Kunstliteratur zum Download

Das Metropolitan Museum of Art betreibt unter der Bezeichnung MetPublications ein umfangreiches Programm von Kunstliteratur. Das Tolle ist, dass ein Großteil der Veröffentlichungen kostenfrei als PDF runtergeladen werden kann. Dazu zählen die Periodika The Metropolitan Museum of Art Bulletin und The Metropolitan Museum Journal, aber auch die meisten vergriffenen Bücher aus dem Programm. Die kostenlosen Downloads zählen zurzeit fast 1300 Veröffentlichungen. Eine ganz großartige Sache.

Stanislaw Przybyszewski – De Profundis

Von dem deutsch-polnischen Schriftsteller mit dem mir unaussprechlichen Namen kannte ich bisher nur Die Synagoge des Satans, eine Abhandlung über die Entstehung des Satanismus. Dem heutigen Stand der Forschung, das Buch erschien immerhin 1897, hält das Werk zwar nicht immer Stand, aber für alle am Thema Interessierten, ist Die Synagoge des Satans nach wie vor eine empfehlenswerte Lektüre, nicht zuletzt dank Przybyszewskis packendem Stil. Eine Neuausgabe ist unter dem Titel Die Gnosis des Bösen erschienen, wahrscheinlich um nicht den falschen Eindruck entstehen zu lassen, hier handele es sich in irgendeiner Weise um ein antisemitisches Werk. Die Neuausgabe ist zudem mit Fußnoten und Übersetzungen der lateinischen und französischen Zitate versehen, die das Lesen erheblich erleichtern. Da das Urheberrecht am Originaltext abgelaufen ist, kann man diesen zum Beispiel hier herunterladen.

Die Synagoge des Satans ist nur ein kleiner Teil von Przybyszewskis Werk, das sich von der Kritik (Chopin, Nietzsche) über den Naturalismus bis zum magischen Symbolismus erstreckt. Daher war es für mich an der Zeit, auch einmal einen Blick auf das zu richten, was Przybyszewski sonst noch so verfasst hat. Doch wo anfangen?

Meine Wahl fiel auf De Profundis, Aus der Tiefe.

Bei De Profundis (Volltext) handelt es sich um eine relativ kurze Erzählung. Przybyszewski stellt dem Buch ein umfassendes Vorwort voran, in dem er seine Beweggründe und Vorstellungen von Literatur und Kunst darlegt. Demnach versucht Przybyszewski mit De Profundis das Gebiet des normalen Denkens zu verlassen und sich von Goethe, den er für „den Maßstab des Empfindens des Bürgertums“ hält, abzusetzen. In blumigen Worten beschreibt Przybyszewski das, was als Blaupause des ursprünglichen Symbolismuses angesehen werden kann, das Sichtbarmachen des Innersten:

In »De profundis« handelt es sich um die Manifestation des reinen Seelenlebens, der nackten Individualität, des Zustandes der somnambulen Ekstase, oder wie die zahllosen Worte auch heißen mögen, die eine und dieselbe Tatsache ausdrücken, die Tatsache nämlich, daß es noch etwas Anderes gebe außer dem dummen Gehirn, ein au delà vom Gehirn, eine unbekannte Macht mit seltsamen Fähigkeiten begabt, nämlich: die Seele – die Seele, die Ekel empfand, in der fortwährenden Berührung mit der lächerlichen Banalität des Lebens zu stehen und sich das Gehirn geschaffen hatte, um sich nicht jeden Tag prostituieren zu müssen …

Schon hier, De Profundis erschien 1895, nimmt Przybyszewski vorweg, was er später als Chefredakteur der Krakauer Zeitschrit Das Leben (Zycie) als seine Auffassung der neuen Kunst verbreitet. Diese neue Kunst soll von allen moralischen und gesellschaftlichen Zwängen befreit und ein Ausdruck der totalen Individualität sein.

Weiterhin distanziert er sich vom Inhalt seiner Geschichte, ja, er behauptet, seine Geschichte habe gar keine Handlung :

Was ich also mit meinem »De profundis« bezwecke, ist einzig und allein, ein seelisches Phänomen darzustellen – ich denke die Seele immer im schroffsten Gegensatz zum Gehirne. Das ist Alles. Aber ja: die Handlung! Hm, die Handlung, vielleicht auch Situation, Verwicklung, Intrige u. s. w. Ich pflege keine Handlung zu haben, weil ich das Leben der Seele schild’re und die Handlung ist nur eine Kulisse der Seele, eine schlecht bemalte Kulisse, wie sie auf einer Liebhaberbühne einer Kleinstadt zu sehen ist. Das Leben bedarf keiner Handlung, um Konflikte zu erzeugen. Dazu genügt ein harmloser Gedanke, der nach und nach vom ganzen Menschen Besitz nimmt und ihn zu Grunde richtet.

De Profundis besitzt zumindest einen roten Faden, die Idee einer Geschichte. Und die geht so: Der namenlose Protagonist ist zu Besuch in einer namenlosen Stadt, in der er seine Schwester Agaj nach langen Jahren der Funkstille wiedertrifft. Das pikante Detail, das sich im Laufe der Handlung entspinnt, ist, dass die beiden einst eine inzestuöse Beziehung führten und sich immer noch, wenn auch sträubend, zueinander hingezogen fühlen.

Die Inzest-Geschichte nutzt Przybyszewski als Kulisse, um in den Fieberwahn des Protagonisten einzutauchen. Symbolismus bedeutet meist auch immer Traum. Das Wort Traum ist hier weniger zu verstehen als der schlafende Traum, sondern mehr im Sinne eines überhöhten Zustandes, des Ideals,  oder in diesem Fall: des grenzenlosen Abgrunds. Przybyszewski gelingt es ausgezeichnet, die brüchige Realität der Geschichte mit dem Wahn des Protagonisten verschwimmen zu lassen.

Endlich packte er gierig ein Buch, das auf dem Nachttisch lag: Auf der ersten Seite sein eignes Portrait.

Er sah flüchtig hin: sein Blut gerann vor Schreck. Er sah wieder hin: die Linien schienen lebendig zu werden, das Gesicht wuchs, bekam Leben, schien sprechen zu wollen …

Er blätterte ein paar Seiten um und fing an laut zu lesen. Aber seine Stimme klang ihm dröhnend im Gehirne wieder, und er hatte das Gefühl, daß der Andre im nächsten Moment hervorkriechen werde, bald, bald werde er aus dem Buche herauswachsen und ihn anstarren …

Das ganze Buch bekam etwas Lebendiges, es schien sich in seinen Händen zu bewegen, er warf es entsetzt weg, aber es bewegte sich, es kroch auf dem Boden umher, der Andre arbeitete sich mühsam hervor, jetzt, jetzt würde er ihn sehen …

Er sprang rasend aus dem Bett, warf sich mit seinem ganzen Körper über das Buch, packte es dann mit den Händen, würgte es, riß es auseinander, aber er fühlte, daß er hochgehoben wurde, gewaltsam, wie von einer Winde hochgeschraubt …

Das ist Wahnsinn, das ist Wahnsinn! schrie es in ihm. Er sprang auf, stierte wie abwesend auf das Buch: die Vision war vorüber, aber er hatte Angst es aufzuheben.

rops_parodie_humaine

Parodie Humaine von Félicien Rops

Im klassischen Symbolismus existieren im Wesentlichen zwei Formen der Weiblichkeit; das überhöhte Engelhafte und die diabolische Verkörperung. Sowohl in Literatur als auch in der bildenden Kunst werden Frauen üblicherweise als eines dieser beiden Extreme dargestellt. Agaj  ist für den Protagonisten in De Profundis beides auf verschiedenen Ebenen. Sie wird ihren Bruder in den Wahnsinn und letztlich in den Tod treiben. Sie ist der Succubus, der ihm die Lebensenergie aussaugt. Das Wort Vampir wird von Przybyszewski mehrmals benutzt. Przybyszewski beruft sich im Vorwort auf den französischen Künstler Félicien Rops, dessen Werke für Przybyszewski die „Offenbarung der Seele im Geschlechtsleben“ sind. Laut Przybyszewski steht Rops im Einklang mit den mittelalterlichen Diabologen wie Bodinus, Sinistrari, Del Rio und Sprenger. Dieser Vergleich zwischen dem tabubrechenden Bohemien Rops und den fehlgeleitenden Hexentheoretikern kann jedoch allenfalls oberflächlich gelten.

Ein Weib glitt in sein Bett. Ihre Glieder wanden sich langsam um seinen Körper, zwei schmale Arme umklammerten ihn fest, schmerzhaft fest, und er fühlte die Spitzen zweier Mädchenbrüste sich in seinen Körper hineinglühen […]

Jetzt erlahmten seine Hände, er ließ sie los. Und da wälzte sie sich über ihn, er hörte sie schreien, er fühlte, wie sie mit den Zähnen ihm die Halsadern zerschnitt, wie sie ihre Hände wühlend in seinen Körper vergrub.

Gleichzeitig erscheint dem Bruder Agaj auch  als das Erstrebenswerte zur Vollkommenheit, nämlich in Form des Kindes das sie einst war.

Du hast mich nie als Schwester geliebt. Du zittertest immer nach mir, so wie ich jetzt nach Dir zittre. He, he: Weißt Du noch? Einmal, als Du Deinen Geburtstag hattest und so viele Kinder zu uns kamen? Wir spielten Versteck. Immer bist Du zu mir in die dunkelsten Ecken geschlichen und drücktest Dich heiß an mich. Sieh mich doch an, laß Dir doch in die Augen sehen … Weißt Du noch, als wir Beide so heiß wurden und uns beinahe erwürgt hätten in einer Lust, die sonst Kinder nicht zu haben pflegen? He, he … Da wurd‘ ich Mann …

Dies führt direkt zum Motiv der androgynen Vereinigung.

Er lachte, er schrie mit, aber er ließ das Weib nicht los. Er fraß sich mit den Fingern in ihren Leib. Ihr Herz fühlte er in seinem Körper klopfen, schwer, dumpf wie einen Klöppel gegen die geborstene Metallwand der Glocke, zwei Herzen fühlte er plötzlich Blut in sein Gehirn emporschießen, sich an einander reiben, und einander wund zerschürfen […]

Deine Seele klopft mir entgegen, Dein Blut fließt in meine Adern über, und Dein Geist strömt in mich über, Dein Geist mit der ganzen Hölle von Schmerz, mit der abgründigen Tiefe von Qual. Hörst Du mich sprechen? Hörst Du Dich in mir sprechen? Du hast mich sprechen gelehrt, Du hast Deine Worte in meine Seele gepflanzt

In Ansätzen ist zu erkennen, was Przybyszewski später noch intensiver beschäftigen wird. Fünf Jahre nach De Profundis veröffentlichte er Androgyne (Volltext), in dem er den magischen Gedanken des Androgynen noch vertieft. Ähnlich wie der Okkultist und Autor Joséphin Péladan, dessen Salon de la Rose-Croix Ende des 19. Jahrhunderts wichtiger Treffpunkt für die französischen und belgischen Symbolisten war, scheint Przybyszewski dieses Thema mit leidenschaftlicher Besessenheit zu verfolgen.

hierglyphicasacra

Wiedervereinigung des Männlichen (Adam) und Weiblichen (Sophia)

Diese Idee des Androgynen, die bei  Przybyszewski, Péladan und anderen Künstlern dieser Zeit zu finden ist, geht zurück auf eine gnostisch-kabbalistische Lehre, die insbesondere durch Jacob Böhme , der von Paracelsus inspiriert wurde, Verbreitung fand, und später von Künstlern wie William Blake aufgegriffen wurde. Böhmes Ansicht nach war der biblische Uradam zweigeschlechtlich, er trug das weibliche Prinzip als Lichtleib der himmlischen Jungfrau Sophia in sich. Nach dem Sündenfall wurden Adam und Sophia getrennt, womit die geistliche Verbindung zu Gott unterbrochen war. Seitdem streben Adam und Sophia der Wiedervereinigung entgegen, um in die „erste Herrlichkeit“ zurück zu gelangen. Die Illustration auf der linken Seite stellt die Wiedervereinigung Adams und Sophias dar (Dionysos Andreas Freher, 1649-1728). Adam fährt hinab in die Hölle, wo er den Tod besiegt, dann aufsteigt in den Himmel, um die Urandrogynität mit Sophia wieder herzustellen. Dieses Vereinigungsprinzip findet seine Entsprechung in der Alchemie, wo Sol & Luna bzw. Mercurius & Sulfur über einen mehrstufigen Prozess zum Lapis, dem philosophischen Mercurius, vereinigt werden sollen. Bei William Blake werden Adam und Sophia zu spectre (Geist, Spuk) und emanation (Strahlkraft).

Bedingt durch die innere Zerissenheit der Figuren in De Profundis, führt der Weg aber nur ins Unheil. Mit der Erkenntnis des Bruders, dass die Liebe zu seiner Schwester über das eigentlich Normale hinausgeht, suchen ihn die apokalyptischen Phantasmen heim. In gewisser Weise ähnelt dies dem Höllenabstieg Adams nach Bömscher Lesart. Allerdings wird der Bruder aus dieser Hölle nicht mehr entkommen. Die Suche nach Vollkommenheit ist Schmerz und muss zwangsläufig im Verhängnis enden. Die Einheit kann nicht mehr hergestellt werden und an diese Erkenntnis schließt sich der Tod als einziger Ausweg an.

De Profundis überzeugt als eindringlicher Blick auf das Geschlechtliche zwischen Symbolismus und Dekadenz. Morbide Erotik und eine unterschwellige Atmosphäre der Angst und Beklommenheit begleiten diese Geschichte. Das reine Seelenleben darzustellen, wie es Przybyszewski im Vorwort beschreibt, ist ihm mit De Profundis auf beeindruckende Weise gelungen.

Literatur:

  • Lexikon des Symbolismus, Jean Cassou
  • Lexikon der phantastischen Literatur, Zondergeld/Wiedenstried
  • Ach, wäre fern, was ich liebe!, Anja Elisabeth Schoene
  • Alchemie und Mystik, Alexander Roob
  • Die Erleuchteten, Karl R. H. Frick
  • Licht und Finsternis, Karl R. H. Frick
  • Félicien Rops, Hans Joachim Neyer

 

 

The Boats of the Glen Garrig

Die Funeral-Doom-Band Ahab veröffentlicht nun seit fast einer Dekade mit schöner Regelmäßigkeit alle drei Jahre ein formidabel ausgeklügeltes Konzept-Album, in dem es sich thematisch stets um das Meer dreht. Angefangen hat alles 2006 mit The Call of the Wretched Sea, passend zum Bandnamen basierend auf Melville’s Moby Dick. Es folgten The Divinity of Oceans, basierend auf der wahren Geschichten vom Untergang des Walfängers Essex im Jahr 1820, und The Giant, basierend auf Poe’s Der Bericht des Arthur Gordon Pym.

Als die Band ihr erstes Album veröffentlichte, wurde noch darüber gescherzt, dass eine Band mit diesem Namen und dem nautischen Dauerkonzept, sich womöglich selbst zu sehr limitieren würde. Aber die klassische Literatur bietet genug tolle Seemannsgeschichten. Schon damals dachte ich, dass die Geschichten von Horrormeister William Hope Hodgson eine tolle Vorlage bieten würden. Ahab haben nun tatsächlich auf Hodgson zurück gegriffen und mit dem neuen Album seinen Roman The Boats of the Glen Garrig vertont.

ahab_glen_carrig

Die dicht erzählte Gruselgeschichte handelt vom Überlebenskampf einer Gruppe von Schiffbrüchigen, die auf einer Tanginsel auf seltsame Wesen stoßen. Das wunderbare, aber vielleicht einen Tick zu bunt geratene Cover, stammt von Grafiker Sebastian Jerke, der ebenfalls für jeden Song eine eigene doppelseitige Illustration im CD-Booklet gestaltet hat. Dieses wird dankenswerter Weise auch beim Download mitgeliefert (gilt zumindest für amazon.de).

Auch wenn Ahab seit jeher als Funeral-Doom-Band bezeichnet wird, stand ihr dieses enge Korsett noch nie so wirklich. Es ist wahrscheinlich lediglich der Begriff, der am nächsten kommt. Die Einflüsse sind ja zweifellos da, aber wer Funeral-Doom bisher nur als stark begrenztes Genre kannte, in dem möglichst langsam und möglichst verzweifelt monoton rumgeklagt wird, den werden Ahab überraschen. Die Atmosphäre, die Ahab erzeugen, ist einzigartig. Für Funeral-Doom ist die Musik ausgesprochen dynamisch. Über die vier Alben hinweg lässt sich eine Verbreiterung des Genres erkennen. Mehr Klargesang, längere Ambientpassagen und mit „Like Red Foam (The Storm)“ beinhaltet das neue Album gar den schnellsten Song, den die Band bisher geschrieben hat. Eine akkuratere Repräsentation des Ahab-Sounds bietet allerdings der Album-Opener The Isle, der davon handelt, wie die Crew die Insel erreicht.

 

Zufälligerweise habe ich kürzlich eine Sammlung von digitalen Ausgaben des Science-Fiction- und Fantasy-Magazins Famous Fantastic Mysteries heruntergeladen. Dieses amerikanische Magazin erschien zwischen 1939 und 1953, anfangs beim Verlag von Frank Munsey, der sehr großen Anteil an der Verbreitung der Pulp-Fiction-Magazine hatte.

Ausgabe #6 von 1945 enthält als Titelgeschichte Hodgson’s The Boats of the Glen Garrig. Sowohl Titelbild als auch die Innenillustrationen stammen von Lawrence Sterne Stevens. Und da die so fantastisch sind, poste ich alle Illustrationen an dieser Stelle.

famous-fantastic-mysteries-v06-n05-1945-06-popular-unz-cbr-001

Die Originalgeschichte von Hodgson ist bereits seit geraumer Zeit urheberrechtsfrei und kann zum Beispiel beim Project Gutenberg heruntergeladen werden. Der Künstler John Coulthart hat in seinem Blog einige modernere Illustrationen und Coverbilder zusammengetragen, die ebenfalls einen Blick wert sind.

Quentin Tarantino nutzt noch VHS-Kassetten

pulp_fiction_vhs

In einem Interview im Buch I Lost it at The Video Store, gesteht Tarantino, dass er immer noch Filme aus dem Fernsehen auf VHS aufnimmt. Von Streaming und digitalen Aufzeichnungen hält er demnach gar nichts.

Auf der anderen Seite steht Darren Aronofsky, der Netflix und co. gegenüber aufgeschlossen ist, und für seinen Film Noah gar einen Sound-Mix speziell für iPhone und iPad angefertigt hat. Für Tarantino ist dies verständlicherweise „das Deprimierendste, was er je gehört hat“.

VHS-Tapes aus Sentimentalitätsgründen und eventuell wegen der Cover zu sammeln, ist eine Sache, aber aus dem Fernsehen auf VHS aufzuzeichnen, ist doch eine Qual. Zuletzt ist da auch noch die limitierte Qualität von VHS. Ich bin jedenfalls froh, dass VHS Geschichte ist. Ich habe ich mich schon vor ungefähr 12 Jahren von allen meinen VHS-Kassetten getrennt.

Meine allerersten Amazon-Einkäufe und das Golden Age of Online-Shopping

Amazon feierte kürzlich zwanzigjähriges Jubiläum. Ein Grund, einmal auf meine allerersten Amazon-Käufe zurückzublicken. Immerhin dafür ist die Datensammelei von Amazon gut. Die komplette Bestellhistorie der Nutzer ist bis auf alle Ewigkeiten einsehbar und hilft damit, sich in verträumter Nostalgie daran zu erinnern, wie das so war, als die Einkaufsmöglichkeiten plötzlich grenzenlos wurden und das Internet das Konsumverhalten nachträglich veränderte. Während das Internet vorher schon zur uneingeschränkten Informationsbeschaffung diente, konnte man plötzlich auch Produkte von überallher beziehen. Ein Meilenstein, der damals so von den meisten noch gar nicht erkannt wurde.

Die ersten Amazon-Bestellungen

amazondeWährend amazon.com den Geschäftsbetrieb 1995 aufnahm, eröffnete der deutsche Ableger amazon.de erst 1998. Meine erste Bestellung erfolgte im folgenden Jahr. Ich las viel von Clive Barker und Imagica war eines der Bücher, die mir noch fehlten. Ein eher kurioser Kauf war Wie man einen verdammt guten Roman schreibt 2. Aber zusammen mit Band 1 bot dieses Werk eine durchdachte Analyse, was eine gute Geschichte auszeichnet und wie Dialoge und Charaktere funktionieren. Auch für nichtschreibende Romanleser durchaus interessant.

amazonukDie erste Bestellung bei den Engländern von amazon.co.uk tätigte ich knapp ein Jahr nach meiner ersten Bestellung bei amazon.de. Warum ich The Essential Movie Monster Guide direkt in England bestellt habe, kann ich heute nicht mehr genau sagen. Ich nehme an, es lag schlicht daran, dass es kein deutscher Anbieter im Angebot hatte. Von dem heutigen Standard, dass jedes englischsprachige Buch überall verfügbar ist, konnte man damals nur träumen.

amazoncomMeine erste Bestellung beim amerikanischen amazon.com erfolgte fünf Jahre nach dessen Eröffnung. Ich war zu dieser Zeit im großen DVD-Fieber und viele interessante Veröffentlichungen gab es nur im Ausland, speziell in den USA. Die Limited Editions von Anchor Bay und die DVDs der Criterion Collection waren quasi ein Muss für den Sammler. Entsprechend enthielt auch meine erste Bestellung gleich zwei dieser Schätze: Evil Dead II in der Blechbox von Anchor Bay und Carnival of Souls von Criterion. Dazu das schöne Double-Feature mit den Klassikern The Fly und Return of the Fly. Die limitierten Blechboxen von Anchor Bay waren damals etwas ganz Neues und jeder musste sie haben, auch wenn Limitierungen von bis zu 50.000 Stück eher nach Witz klangen. Die Preise waren in Ordnung, selbst ohne die damals in Massen auftauchenden Gutscheine. Ein weiterer Vorteil dieser Zeit war es, dass viele kommerzielle Sendungen ungeprüft durch den Zoll gingen. Heute dagegen muss man bei allen Bestellungen aus dem Nicht-EU-Ausland mit Zoll und Einfuhrumsatzsteuer rechnen (grob 20% Aufschlag). Von den Blechboxen, ich besaß nahezu alle, konnte ich mich, teilweise mit Gewinn, rechtzeitig wieder trennen, bevor die DVD-Preise in den Keller rauschten, weil die DVD zum Mainstream-Medium wurde.

amazonfrAuch die französische Dependance amazon.fr wurde von mir öfter für die DVD- und später auch Buchbestellung genutzt. Bei der ersten Bestellung im Jahr 2001 handelte es sich um die formidable Crying Freeman Limited Edition DVD. Es ist bis heute eine der wenigen Veröffentlichungen des Films im Original-Bildformat von 2,35:1.

amazoncaAuch Kanada war zu dieser Zeit schon ein Land mit guten Bestellmöglichkeiten. Oftmals konnte man hier Produkte günstiger als aus den USA beziehen und Bücher sogar günstiger als beim Direktkauf in Deutschland. Meine erste Bestellung bei amazon.ca erfolgte 2003 und beinhaltete die drei Bücher: The Classic Era of American Pulp Magazines, The Art of Noir und Julie Strains Greatest Hits. The Art of Noir, ein im Überformat gedrucktes Hardcover gefüllt mit den schönsten Postern aus dem Film-Noir-Genre, kann ich auch heute noch zu meinen Lieblingsbüchern zählen. Bei dieser Bestellung sparte ich damals ungefähr 40% gegenüber einem Kauf in Deutschland.

amazonjpSchließlich gibt es noch den japanischen Ableger amazon.co.jp, bei dem ich verhältnismäßig spät erstmalig bestellt habe, nämlich in 2005. Japan ist ein teures Pflaster, der Yen steht immer ungünstig. Daher bestelle ich dort nach wie vor nur, wenn es keine Alternative gibt. Meine erste Bestellung waren die zwei Fotobücher 眠る 松雪泰子 (Übersetzungsversuch: Yasuko Matsuyuki schläft) und 最後に見た風景 (Übersetzungsversuch: Die letzten gesehenen Landschaften – englischer Titel allerdings: Landscapes with a Corpse) von Izima Kaoru. Letzteres konnte ich später nochmals als Galerieexemplar mit Original-Autogramm erwerben, so dass das bei Amazon gekaufte Buch bei eBay gelandet ist.

Goldene Zeiten

Meine internationale Shopperitis startete mit den DVDs. Das DVD-Fieber grassierte Ende der 90er/Anfag der 2000er Jahre unter den Filmfans und speziell die amerikanischen Online-Shops fuhren die größten Geschütze auf, um Umsatz zu generieren: Coupons, Vouchers, Rebates, Sales! Wir Nutzer wurden förmlich zugeschüttet mit Coupons und konnten uns vor Rabatten nicht retten. Gutscheine sind auch heute nichts Unbekanntes. Aber wer die Zeiten nicht miterlebt hat, kann sich über die Ausmaße der damaligen Rabattschlacht keine Vorstellung machen. Nicht nur amazon.com drückte 5-, 15- und 25-Dollar-off-Coupons ins Internet als gäbe es kein Morgen – nicht selten bekam man bei Bestellungen direkt einen neuen Coupon fürs nächste Mal ausgehändigt – auch die Konkurrenz versuchte Besteller mit Coupons und Rabatten zu ködern.

Amazons große Konkurrenz im DVD-Geschäft waren spezialisierte Film-Shops wie reel.com (nicht mehr existent) und dvdexpress.com (wurde später zu express.com, heute nicht mehr existent). Auch diese wollten nicht nachstehen und veröffentlichten massig Coupons und überboten sich gegenseitig mit Rabatten. Darüberhinaus tauchten kuriose Geschäftsmodelle auf, die noch mehr Rabatte versprachen. BrandsForLess.com (nicht mehr existent) war so ein Ding, über das man sich heute nur noch wundern kann. BrandsForLess fungierte als Vermittler zwischen Kunde und angeschlossenen Shops wie beispielsweise dvdexpress.com. Der Nutzer füllte bei BrandsForLess ein Free-Shipping-Formular aus und schloss seine Bestellung wie üblich bei dvdexpress.com ab. BrandsForLess kassierte von dvdexpress.com eine Vermittlungsgebühr und erstattete dem Nutzer die bei dvdexpress.com angefallenen Versandkosten zu 100%. Dass dieses Geschäftsmodell nicht wirklich tragfähig ist, leuchtet ein. BrandsForLess musste irgendwann schließen, allerdings nicht, bevor ich Schecks im Wert von mehreren hundert Dollar bei meiner Bank eingelöst hatte. Goldene Zeiten? Irre Zeiten!

Gescheiterte Shops und geprellte Kunden

Leider erinnere ich mich nicht mehr an meine erste Internetbestellung überhaupt. Ich glaube, es könnte 1998 ein Buch von buch.de gewesen sein. Manche Menschen pflegen ihre 20 Jahre alte Email-Korrespondenz. Ich leider nicht. Seitdem habe ich rund um die Welt online eingekauft; England, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, Schweiz, Polen, Russland, Hong Kong, Japan, Südkorea, Thailand, USA, Kanada, Brasilien und vielleicht noch ein paar Länder mehr waren dabei. Probleme während der gesamten 17 Jahre des ungezügelten Online-Shoppings? Das ist das eigentlich Verblüffende: so gut wie keine. Mal eine kaputte CD-Hülle, mal eine Lieferverzögerung und ähnliche Kleinigkeiten. Nicht selten wurde man dafür wiederum mit einem neuen Coupon beglückt. Shops in Übersee machten sich oft gar nicht erst die Mühe, ein beanstandetes Produkt zurück zu fordern, es wurde einfach neu verschickt. Das kann ohnehin festgestellt werden: egal, wo ich bestellt habe, der Kundenservice war auch in den Anfangszeiten schon sehr ausgeprägt, speziell bei den internationalen Versendern. Der deutsche Markt scheint mir etwas länger gebraucht zu haben, dieses Niveau zu erreichen. Es liegt Nahe, dass dies zum Teil auch Amazon zu verdanken ist, die vorgemacht haben, wie es geht.

Doch nicht alle Nutzer hatten so viel Glück. Ich habe im Lauf der Zeit etliche Online-Händler kommen und gehen sehen. Manche sind mit Pauken und Trompeten untergegangen und haben hunderte von geprellten Kunden zurückgelassen. Ein etwas bekannterer Fall war der des kanadischen Versenders dvdsoon.com. Für eine geraume Zeit war dies ein zuverlässiger Händler mit sehr günstigen Preisen. Zu günstig vermutlich. Rabattierte Preise von 6 Dollar für eine DVD-Neuerscheinung waren keine Seltenheit. Der Untergang kündigte sich mit DVDs an, die als lagernd aufgefürt waren, aber auch nach Wochen nicht abgeschickt wurden. Durch Vertröstungen beruhigt, bestellten viele Nutzer weiter oder warteten geduldig bis sie vom großen Finale überrascht wurden: der Händler verkündete seine Involvenz.

Online über alles

Das war vor 10 Jahren. Heute hat sich die Situation weitgehend normalisiert. Läden gehen zwar immer noch Pleite und Online-Shops versprechen die besten Preise vom Himmel, aber die Coupon-Flut ist auch bei den amerikanischen Versendern schon lange versiegt. Ich bestelle mehr denn je online, auch international. Allerdings keine DVDs/Blu-rays und nur wenige CDs, da ich dem physikalischen Medium praktisch abgeschworen habe. Dafür so gut wie alles andere. Und es wird nicht weniger werden. Mit der Allverfügbarkeit ist dem Online-Einkauf aber heute auch das Besondere verloren gegangen. Nach neusten Erhebungen kauft über 75% der deutschen Bevölkerung online ein. Wie das Internet, ist auch der Interneteinkauf zur normalsten Sache geworden. Uns Einkaufspionieren bleibt, dass wir mit zu den Ersten gehörten und dass wir damals schon – zumindest in Ansätzen – geahnt haben, dass daraus einmal ein großes Ding wird. Auf die nächsten 17 Jahre Online-Einkauf.

Neu im Regal

insektenführer

Ich habe mir endlich mal gute Spinnen- und Insektenführer zugelegt, beide aus dem Kosmos-Verlag. Der Spinnenführer enthält 400 Arten aus dem europäischen Raum. Zusätzlich gibt es noch ein Kapitel über Tausendfüßer (Myriapoda). Hilfreich sind auch die dargestellten Blattschäden im Milbenkapitel (Acari). Danach lassen sich Schädlinge sehr gut erkennen.

Bei über 30000 Insektenarten, die es allein in Deutschland gibt, ist es kaum möglich, alle Arten in einem Buch zu erfassen. Der Insektenführer beschränkt sich daher auf eine Auswahl von Insekten aus Deutschland und teilweise aus dem Mittelmeergebiet. Viele Insektenarten ähneln sich ohnehin so sehr, dass man sie allein äußerlich nicht unterscheiden kann.

Beide Bücher stammen vom Zoologen Heiko Bellman und sind in dieser oder ähnlicher Form bereits seit Jahrzehnten auf dem Markt und wurden kontinuierlich erweitert und überarbeitet. Die Bücher besitzen sehr schöne detaillierte Fotos und klare Texte zu Kennzeichen, Vorkommen, Lebensweise und Wissenswertem. Mit den enthaltenen Übersichtsschemata und Farbcodes lassen sich Tiere sehr einfach einer Insekten- oder Spinnenordnung zuordnen und im Buch nachschlagen. Mit Preisen von 24,90 und 26,90€ sind diese Bücher nicht gerade billig. Angesichts der Qualität und dem Wissen, das hier hinein geflossen ist, ist der Preis aber durchaus angemessen.

Von Bellmann sind außerdem im Kosmos-Verlag erschienen Führer für Libellen, Schmetterlinge, Heuschrecken und Bienen/Wespen/Ameisen. Diese Arten werden in den Einzelbüchern nochmals umfassender behandelt, als im Insektenführer.

Buch: Empire of the ‚B’s

Empire of the BsTorsten Dewi hat mir freundlicherweise sein neues Buch zugeschickt, das in Zusammenarbeit mit Dave Jay und Nathan Shumate entstanden ist: Empire of the ‚B’s – The Mad Movie World of Charles Band, erschienen bei Hemlock Books. Anlass genug, ein paar Zeilen dazu zu schreiben.

Charles Band ist einer der größten Trash-Meister unserer Zeit. Über ihm steht vermutlich nur noch Roger Corman. Ähnlich wie Corman, hat auch Band sich nie auf ein bestimmtes Filmgenre spezialisiert, sondern sämtliche Themen beackert, die irgendwie einen Dollar abwarfen. Horror natürlich, aber auch Fantasy, Science Fiction, Sexploitation, you name it. Neben Unmengen an unterirdischen Filmen, hat Band auch Klassiker wie Re-Animator und From Beyond produziert; Filme, die nicht unwichtig für das Horrorgenre waren.

Empire of the ‚B’s gibt einen umfassenden Einblick in das Wirken von Charles Band. Alle Filme, die mit seinen Produktionsfirmen Charles Band Productions zwischen 1975 und 1983 sowie mit Empire Pictures zwischen 1984 und 1989 entstanden, werden auf jeweils zwei bis acht Seiten vorgestellt, analysiert und teilweise kritisch auseindergenommen. Dies ist kein Buch für Fanboys. Viele dieser Filme sind formal schlecht, und dies wird von den Autoren auch nicht beschönigt. Dass die Autoren dennoch selbst auch Fans sind, versteht sich von selbst. Ohne Fansein wäre ein solches Buch gar nicht zu schreiben. Bei dem Buch handelt es sich um keinen Schnellschuss, es entstand im Laufe von über 10 Jahren Arbeit, was man durchaus merkt. Man erfährt ungemein viel über die Produktion und die Hintergründe der Filme.

Auf dem Cover ist zu lesen: The authorized history. Das Buch ist offiziell von Charles Band abgesegnet. Man kann also davon ausgehen, dass sämtliche Fakten auch tatsächlich Fakten sind. Es spricht im Übrigen für Charles Band, dass er offensichtlich kein Problem damit hat, in dem Buch Kritik zuzulassen. Man kennt es von anderen authorisierten Werken, die auch schon mal peinlich glorifizierend wirken.

Ebenso wichtig und erhellend wie der Filmteil, sind die mehr als 20 Interviews mit Regisseuren, Schauspielern, Effects-Leuten und anderen an den Filmen Beteiligten. Band selbst kommt natürlich auch ausführlich zu Wort, und Stuart Gordon hat das Vorwort geschrieben. All das zusammen ergibt ein schlüssiges Bild von Charles Bands Filmuniversum. Wer sich nun fragt, warum Empire of the ‚B’s 1989 abbricht, wo doch Band bis heute fleißig weiter produziert: Es ist ein zweites Buch geplant. Ich hoffe nur, dass dies nicht weitere zehn Jahre auf sich warten lässt.

Drucktechnisch bleibt vielleicht abschließend noch zu sagen, dass es sich um ein typisches Hemlock-Buch handelt. Heißt: Digitaldruck auf Standardpapier mit solider Klebebindung. Leider ist das Buch nur in schwarz-weiß illustriert. Klar, in der heutigen Zeit kann man sich durchs Internet klicken, wenn man bunte Bilder sehen will. Dennoch, ein Filmbuch in schwarz-weiß ist immer ein bischen bescheiden. Gerade die vielen gemalten Cover- und Poster-Artworks der Band-Filme haben in Farbe doch eine ganz andere Wirkung. Es gibt auch noch eine auf fünfzig Stück limitierte Hardcover-Ausgabe. Die ist zwar auch nur schwarz-weiß, dafür aber von Charles Band signiert. Diese spezielle Ausgabe ist nur direkt bei Hemlock erhältlich.

Ian Fleming’s Bücher fallen in Kanada unter Public Domain

Der James-Bond-Schöpfer Ian Fleming ist 1964 gestorben. Damit ist das Urheberrecht seiner Werke zum 01.01.2015 zumindest in Kanada erloschen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern, erlischt in Kanada das Urheberrecht bereits nach 50 Jahren nach dem Tod des Urhebers und nicht erst nach 70 Jahren.

Das kanadische Project Gutenberg hat bereits reagiert und veröffentlicht nun nach und nach seine Werke zum kostenfreien Download – inklusive der James-Bond-Romane. Die Bücher stehen in den Formaten HTML, Text und EPUB zur Verfügung.

Darf man aus Deutschland diese Bücher herunterladen? Da ich kein Rechtsexperte bin, kann ich darauf keine definitive Antwort geben. Meiner Meinung nach dürfte der Download aber durch § 53 UrhG gedeckt sein.

Online-Buch: Traité complet de l’anatomie de l’homme

bourgeryHier habe ich den Atlas der menschlichen Anatomie und der Chirurgie von Bourgery und Jacob zu einem meiner Lieblingsbücher aus dem TASCHEN-Verlag ernannt. Die Universität Heidelberg hat alle 8 Bände der französischen Originalausgabe digitalisiert und online gestellt. Nicht nur kann man bequem darin blättern, man kann sich die Bände auch als PDF runterladen.

Diese Ezyklopädie war nicht nur in medizinisch-anatomischer Hinsicht ein großer Wurf, sondern ist auch unübersehbar künstlerisch ein Meisterwerk. Einfach mal durchblättern und staunen. Für besonders faszinierend halte ich die Bände 6 und 7, die sich mit Chirurgie und Operationslehre befassen.